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Montag, 14.10.2019

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Wohnprojekt für Demenzkranke in Absberg

Einrichtung wird heute Abend vorgestellt - 29.04.2014 20:30 Uhr

Zwölf Demenzkranke Menschen können in diesem Haus in eine rWohngemeinschaft zusammenleben und werden vom Evangelischen Krankenverein Gunzenhausen betreut.


In dem Haus in Absberg können bis zu zwölf demenzkranke Menschen zusammen leben. Jeder Mieter, erläutern die Initiatoren Sandra Hager und Andreas Zottmann aus Spalt in einer Pressemitteilung, hat ein eigenes Zimmer, das mit den eigenen Möbeln, Accessoires und Andenken eingerichtet wird. Gemeinsam genutzt wird das Wohnzimmer und die Wohnküche, die den Mittelpunkt aller Aktivitäten in der Wohngemeinschaft bildet.

Den Bewohnern steht eine Gesamtwohnfläche von rund 450 Quadratmetern zur Verfügung. Betreut werden sie vom ambulante Pflegedienst des Evangelischen Krankenvereins Gunzenhausen. Wichtige Entscheidungen wie etwa die Auswahl neuer Mitbewohner trifft ein Angehörigen-Gremium, das regelmäßig zusammen kommt und das Miteinander in der Wohngemeinschaft ganz entscheidend prägt.

Gemeinsamkeit wird in der Wohngemeinschaft großgeschrieben, deshalb ist denn auch die große Wohnkü als Lebensmittelpunkt gedacht. Bei schönem Wetter verlagert sich das Leben in den Innenhof mit überdachtem Freisitz und kleinem Nutzgarten. An der Gestaltung des Tagesablaufs, der Gartenarbeit, der Essenzubereitung und anderen Arbeiten des täglichen Lebens sind die Bewohner aktiv beteiligt. All dies geschieht in einem geschützten Rahmen, unter Anleitung der Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes, engagierten Angehörigen und ehrenamtlichen Personen. Im eigenen Gästebereich haben Besucher der Hausbewohner die Möglichkeit, auch über einen längeren Zeitraum zu wohnen.

Die Entwicklung alternativer Wohnformen im Alter gewinnt aufgrund der allgemeinen demografischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Speziell für Menschen mit Demenz, ist eine stationäre Unterbringung in Heimen nicht unbedingt die menschlich richtige Form des Wohnens. Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft kann der Forderung nach einem selbstbestimmten Zuhause besser gerecht werden. Den Angehörigen der betroffenen Menschen bietet diese Wohnform die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.

Bei dem heutigen Informationsabend wird unter anderem die Gerontologin Elfi Ziebell von der GeFa Mittelfranken – Angehörigenberatung zum Thema Demenz und spezielle Wohnformen für betroffene Menschen, einen kurzen Vortrag halten.

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