Montag, 30.03.2020

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Zweckverband Brombachsee baut Infrastruktur weiter aus

In diesem Jahr Konzentration auf Enderndorf und die Badehalbinsel Absberg. - 04.01.2020 15:16 Uhr

Der Strand des Großen Brombachsee bei Enderndorf bildet heuer einen Schwerpunkt der baulichen Maßnahmen. Unter anderem wird ein neuer Familienspielplatz entstehen. © Limes-Luftbild.de


"Wir bauen die Infrastruktur weiter aus, das müssen wir auch", betonte Wägemann, zugleich Weißenburg-Gunzenhäuser Landrat. Die Ansprüche der Gäste nähmen bekanntlich immer mehr zu. Außerdem habe der Tourismus im Brombachseegebiet und im ganzen Landkreis inzwischen eine große wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Wägemann verwies in diesem Zusammenhang auf die massive finanzielle Unterstützung des ZVB durch den Bezirk Mittelfranken. Das mache vieles leichter. Der Zweckverband Hahnenkammsee habe eine solche Hilfe nicht. Bezirksrätin Christa Naaß ergänzte, der Bezirkstag stehe politisch gesehen hinter der jährlich eine Million Euro für die Seenzweckverbände und stelle darüber hinaus 300 000 Euro für Nachhaltigkeit/Barrierefreiheit zur Verfügung.

Wie die Verbandsräte von Dieter Hofer hörten, hat der Gesamtetat ein Volumen von knapp 10,5 Millionen Euro. Davon entfallen 2,5 Millionen auf den Vermögensteil (Investitionen und Tilgung). Eifrig gebaut werden wird im Bereich Enderndorf am See. Dort setzt der Zweckverband heuer die Sanierung des Kiosks am Zweiseenplatz fort. Dafür sind mittlerweile fast alle Gewerke vergeben. Ende April soll alles fertig sein. Auch der Platz selbst wird neu gestaltet.

Auf der Agenda steht zudem ein neuer Familienspielplatz unter dem Leitmotiv "Mühlen". Hier engagiert sich der Bezirk zu 50 Prozent, hob Hofer dankend hervor. Dieser Spielplatz soll bis Mai entstehen. Ebenfalls in Enderndorf erhält der Großparkplatz eine Beleuchtung. Das ist etwa bei abendlichen Veranstaltungen hilfreich. Der ZVB investiert hier auch deshalb, weil es ein erhöhtes Besucheraufkommen am Abend gibt und die Anbieter sich zu Ganzjahresbetrieben wandeln.

Der einsame Bagger macht Pause, aber schon bald wird sich auf der Badehalbinsel Absberg in direkter Nähe zum „Wakepark“ wieder einiges tun. Es entstehen zusätzliche Stellplätze für Autos wie für Wohnmobile, und ein Sanitärgebäude wurde bereits errichtet. © Wolfgang Dressler


Wie in Enderndorf wird auch der Großparkplatz an der Freizeitanlage Allmannsdorf mit einer Beleuchtung versehen. Das wird wohl gegen Ende der Saison geschehen, hieß es vonseiten der Verwaltung.

Am Campingplatz Langlau wird mit der Erweiterung voraussichtlich erst 2021 begonnen. Für 2020 wird es Investitionen für eine Veranstaltungsbühne, die Sanierung der Markthalle und die Neugestaltung des Zufahrtsbereichs geben. Zu Letzterem merkte der Geschäftsleiter an, dass auf Kennzeichenerfassung umgestellt wird.

Für die Badehalbinsel Absberg ist ein zusätzliches Waschhaus für Bekleidung vorgesehen. Die ZVB-Verantwortlichen sind sich sicher, dass dies die Wohnmobiltouristen zu schätzen wissen. Insgesamt habe man dann ein Niveau erreicht, das sich mit dem von Campingplätzen messen lassen könne. Darüber hinaus wird auf der Badehalbinsel für die Beleuchtung der Ringstraße gesorgt.

Baustelle am "Wakepark"

Mit Mitteln aus dem vorigen Haushalt baut der Zweckverband nahe dem "Wakepark" einen Parkplatz (150 Plätze) und Wohnmobilstellplätze (10). Diese Investition erfordert 400 000 Euro und kommt den Wakeboardern und den Gästen der Zeltwiese zugute. Nicht weit entfernt ist ein öffentliches Sanitärgebäude entstanden, und zwar für die normalen Tagesgäste wie für die "Zeltwiese"-Nutzer. Geschäftsführer Dieter Hofer spricht von einer Abrundung der Infrastruktur der Badehalbinsel.

Zusätzlich erfolgt 2020 die "finale Umstellung" auf eine elektronische Schließanlage an den Gebäuden der Freizeitanlagen, des Seecamping Langlau und der Abwasseranlagen.

Ein wichtiges, unvermeidliches Thema ist für den Zweckverband auch der Müll. An heißen, gut besuchten Sonntagen können bis zu 20 Kubikmeter zusammenkommen. Dessen Entsorgung soll effektiver betrieben werden, und zwar mit Müllpresscontainern. Die Verwaltung hat sich für ein Untergrundsystem entschieden. Das heißt, die Behälter werden ganz in den Boden eingegraben.

Auch für die Kläranlage und den Ringkanal braucht es größere Investitionen. So ist eine neue Rechenanlage nötig, und die Phosphatfällung wird erneuert. Am Regenrückhaltebecken Igelsbach verbaut der Zweckverband eine neue Elektro- und Maschinentechnik, und für das Pumpwerk Schellhof schafft er neue Pumpen an.

In der Geschäftsstelle des Zweckverbands in Ramsberg müssen Computer ausgetauscht werden. Das sei nach sieben Jahren notwendig und ganz normal.

Dieter Hofer ging auch kurz auf den Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) ein. Die Personalkosten steigen auf knapp zwei Millionen Euro. Für die Hafenmeisterei ist eine zusätzliche Stelle geplant, weil der Unterhalt der teils neuen Einrichtungen zusätzliche Arbeit erfordert.

Eine neue halbe Stelle ist für die Rezeption am Seecamping Langlau geplant, um an den Stoßzeiten ausreichend präsent zu sein. Im Gegenzug wird der Sicherheitsdienst "massiv nach unten gefahren". Das dürfte laut Geschäftsleiter unproblematisch sein, weil der Platzmeister auf dem Gelände wohnt und vieles selbst erledigen kann.

Die Verbandsversammlung beschloss auch den Finanzplan für die Jahre 2021 bis 2023. Diese Zahlen geben eine ungefähre Orientierung, was künftig gemacht werden soll, sind aber unverbindlich. Es kommt des Öfteren vor, dass Maßnahmen zeitlich geschoben werden müssen. Im Finanzplan stehen die Baukosten für die schon seit längerem anvisierte Erweiterung des Seecamping Langlau, verschiedene Sanierungsvorhaben auf den Freizeitanlagen, Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark sowie Erneuerungsmaßnahmen in den Pumpwerken und der Kläranlage.

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