Aus dem Vereinshaus

Bürgerversammlung: Mehr Zuschauer durch Livestream

2.12.2021, 14:25 Uhr
Die Verwaltungsspitze im Vereinshaus: Die Veranstaltung konnte auch per Livestream zuhause angeschaut werden. 
 

Die Verwaltungsspitze im Vereinshaus: Die Veranstaltung konnte auch per Livestream zuhause angeschaut werden.    © Jansen, NN

Zum Auftakt gab es die neuesten Informationen zu Corona. Das Vereinshaus steht ab sofort als Impfzentrum zur Verfügung. Es soll an sechs Tagen in der Woche geimpft werden. Auch in Höchstadt wird wieder eine Impfstelle eingerichtet. In Erlangen wird ein Kinderimpfzentrum zur Verfügung stehen, in dem die Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren von Kinderärzten geimpft werden können. Der Testbedarf ist deutlich gestiegen. Momentan gibt es zwei Teststationen in Herzogenaurach: Schützengraben 20 und Marktplatz 3.

Mehr Einwohner, weniger Arbeitsplätze


Die Bevölkerung von Herzogenaurach ist um 1,12 Prozent gestiegen und erreicht inzwischen eine Zahl von 25469. Die Zahl der Arbeitsplätze ist leicht rückläufig (-2,89 Prozent), auch die Zahl der Einpendler (-3, 15 Prozent) hat sich verringert.
Neben dem Thema Corona beschäftigt die Menschen vor allem die Klimaveränderung. Die 17 Ziele der Vereinten Nationen hat sich deshalb die Agenda 2030 – das Nachhaltigkeitsnetzwerk Herzogenaurach – auf die Fahnen geschrieben. Wieder wurde die Stadt für ihre Bemühungen im Umweltschutz mit dem „European Energy Award“ in Gold ausgezeichnet. Sie ist damit eine Europäische Klimaschutzkommune.

Einbußen durch Corona

Inzwischen gibt es 40 öffentliche Ladepunkte für E-Autos, der Glasfaserausbau geht zügig voran. Durch die Umstellung auf LEDs im öffentlichen Raum konnten 80 Prozent der Energie eingespart werden. Im ÖPNV sind – Corona bedingt – die Fahrgastzahlen massiv eingebrochen. Ebenso betroffen war das Freizeitbad Atlantis. Die Schließungszeit wurde dazu genutzt das Außenbecken zu erneuern. Die Besucherzahlen im Freibad waren – trotz schlechter Witterung – nur leicht rückläufig.

Viele „Glückssachen“

Auch die kulturellen Aktivitäten waren stark eingeschränkt. Trotzdem konnte das Sommerferienprogramm mit einem neuen Spielmobil durchgeführt werden. Beim herzo sommer auf dem Kirchenplatz fanden Konzerte, Lesungen, Theater und Kabarett statt. Das hin & herzo-Kulturfestival im September unter dem Titel „Glückssachen“ konnte bei strahlendem Sonnenschein stattfinden. Es gab nur positive Rückmeldungen. Das Amt für Stadtmarketing unter der Leitung von Judith Jochmann führte den Onlinemarktplatz – ein virtuelles Kaufhaus für Herzogenaurach – ein.

Gewerbesteuereinbruch befürchtet

Zum Schluss gab es einen Einblick in die Finanzen. Die Gewerbesteuer unterliegt gigantischen Schwankungen. In diesem Jahr verzeichnete die Stadt, aufgrund einer Einmal-Nachzahlung, eine Rekordgewerbesteuereinnahme von 72,8 Millionen Euro. Berechnet waren 11,4 Millionen Euro. Das führte zu rund 120 Millionen Euro Rücklagen. Die Rücklagen sind bereits durch Neubaumaßnahmen wie Stadt-Umland-Bahn, Rathaus, Schloss, KiTas, gebunden.
Hacker rechnet im kommenden Jahr mit einem Einbruch der Gewerbesteuer auf 10,4 Millionen Euro und will einen Konsolidierungskurs fahren.

Ende 2022 soll das Rathaus fertig sein. Die Denkmalschützer kamen bei der Außenfassade des Schlosses zu dem Ergebnis, dass die Farbe Weiß und nicht wie bisher Gelb sein müsste. Deshalb wird das weiß gestrichen und mit gelben Streifen versehen.


Vom Publikum gab es nur wenige Fragen. Ein Besucher vermisst den Radweg von Hammerbach nach Beutelsdorf. 85 Prozent der Flächen sind bereits angekauft, der Bürgermeister ist optimistisch, dass 2022 dieses Projekt umgesetzt werden kann.

Ärger wegen Fluglärm

Ein weiteres Anliegen, das auch die einzige Anfrage aus dem Netz war, war der nächtliche Fluglärm im östlichen Teil Niederndorfs und im Lohhofgebiet. Hacker hat sich bereits mit der Fluglärmkommission des Flughafens Nürnberg in Verbindung gesetzt. Nach deren Auskunft hat sich an den Flugrouten nichts geändert, dennoch wollen sie versuchen die Routen weiter zu optimieren, damit weniger Wohngebiete davon betroffen sind. „Eigentlich“ herrscht am Flughafen Nürnberg ein Nachtflugverbot, aber das gilt nicht für „geräuscharme“ Flugzeuge und diese sind inzwischen die Regel.

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