Herzogenaurach: Hochkran für das Rathaus

19.8.2020, 16:28 Uhr
In schwindelnder Höhe wird der mit Gegengewichten versehene Ausleger an den eigentlichen Kran „angedockt“. Die Konstruktion kann zwölf Tonnen heben.

In schwindelnder Höhe wird der mit Gegengewichten versehene Ausleger an den eigentlichen Kran „angedockt“. Die Konstruktion kann zwölf Tonnen heben. © Foto: Hans von Draminski

Besagte "Wanne" dient dazu, das Kellergeschoss vor dem Einbruch von Grundwasser zu schützen. Im Zuge der Dämmarbeiten wird die Bodenplatte mit sogenannten Auftriebssicherungen versehen, die das Aufschwimmen der "Wanne" verhindern sollen, solange sie noch nicht von dem über ihr thronenden Rathausgebäude niedergedrückt wird.

Weil in nächster Zeit auf der vergleichsweise engen Rathaus-Baustelle schwere Lasten bewegt werden müssen, wurde am Mittwochmittag der erste von zwei Hochkränen aufgestellt, mit denen das Material an Ort und Stelle "gewuchtet" wird. Ein solcher nur auf den ersten Blick filigran erscheinender Baukran kann eine Last von bis zu zwölf Tonnen heben und zielgenau dort absetzen, wo das Material oder das fertige Bauteil benötigt werden.

Nicht ganz im Plan

Ulrich Viedenz, der bei der Nürnberger Firma CDM Smith so etwas wie die Oberaufsicht über die Baustelle inne hat, gibt zu, dass man derzeit nicht ganz im Plan liegt. Weil die Beschaffenheit des Kalkstein-Untergrundes nicht an allen Stellen wie erwartet war und zum Teil mehr Aufwand bei der Stabilisierung getrieben werden musste.

Die Bodenplatte des neuen Rathauses – quasi der Kellerboden – wird laut Josef Rappl, Bauleiter bei der Firma GS Schenk, in zwei sogenannten Takten aus Beton gegossen; für den ersten Takt sind 850 Kubikmeter Beton veranschlagt, für den zweiten noch 750 Kubikmeter. Bauamtsleiterin Silke Stadter ist gleichwohl zuversichtlich, dass sich die Verzögerungen in Grenzen halten werden, zumal bei allen Beteiligten unter Hochdruck gearbeitet wird.

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