Gemeinderat überrascht

Kindergarten-Umbau in Hannberg wird doch teurer

10.10.2021, 05:26 Uhr
Das hatte sich der Heßdorfer Gemeinderat wohl anders vorgestellt: Die Kostenvorstellung für die Erweiterung und Sanierung des Hannberger Kindergartens (Symbolbild).

Das hatte sich der Heßdorfer Gemeinderat wohl anders vorgestellt: Die Kostenvorstellung für die Erweiterung und Sanierung des Hannberger Kindergartens (Symbolbild). © Monika Skolimowska, NN

Das hatte sich der Heßdorfer Gemeinderat wohl anders vorgestellt: Die Kostenvorstellung für die Erweiterung und Sanierung des Hannberger Kindergartens.

Zusammen mit dem neuen Planungsstand wurde dem Gremium die Kostenberechnung vorgelegt. Die Erweiterung des Kindergartens schlägt mir rund 2,8 Millionen Euro zu Buche, die Sanierung mit knapp 1,9 Millionen Euro. Doch einige Räte stutzten bei dieser Gesamtsumme von rund 4,7 Millionen Euro. Denn im April hat man noch eine Kostenschätzung von 3,58 Millionen präsentiert bekommen.

Ein großer Punkt, der zur Steigerung der Kosten beiträgt, sind die Außenanlagen. Die sollen jetzt statt 160 000 doch etwas mehr als eine halbe Million kosten. „500 000 Euro finde ich doch ganz schön happig für die Geschichte“, äußerte sich Axel Gotthardt (CSU). Und weiter: „Wir haben schon ganze Freizeitflächen für die Hälfte der Kosten gebaut“.

"Die Kinder sollen es schön haben"

Doch Gotthardt betonte: „Ich will auch, dass die Kinder es schön haben.“ Spielfunktionen müssten von dort, wo neu gebaut wird, versetzt werden, erklärte der Planer der Außenanlagen. Auch der komplette Bestand, wie beispielsweise das Pflaster, muss erneuert werden. Das war erst bei der Begehung festgestellt worden.

Das Gremium bat den Planer daher, potenzielle Einsparstellen auch zu nutzen, sofern es sie gebe. Außerdem werden alle Rätinnen und Räte die Aufgliederung der Kosten für den Außenbereich erhalten.

Der gemeindliche Anteil der Kosten sei nur um rund 80 000 Euro gestiegen, da auch die Förderung für das Vorhaben mit stieg. Rund 1,866 Millionen Euro entfallen letztlich auf die Gemeinde, für die Sanierung übernimmt die katholische Kirchenstiftung knapp 380 000 Euro. Der Rest wird vom Staat zugeschossen.
Hinzu könnte noch eine Sonderförderung kommen.

Die Bayerische Staatsregierung müsste dafür den bereits arg ausgeschöpften Fördertopf wieder auffüllen. Dann könnte die Summe für die Gemeinde erheblich nach unten gedrückt werden. Aktuell plane man aber nicht mit diesen Geldmitteln.

Nun werden die Ausführungsplanungen gemacht. Ende des Jahres erfolgen die ersten Ausschreibungen. Wegen der dann herrschenden Baupause könnte es günstigere Angebote geben, hieß es seitens des Planungsbüros.

Anfang September stellten die Freien Wähler einen Antrag zur Umsetzung von Verkehrssicherungsmaßnahmen. Dabei ging es um mehr Schutz für Radfahrer. Einstimmig votierte der Rat für den Antrag. Konkret soll nun auf der Gehwegquerung vor dem Nettoparkplatz eine rote Markierung angebracht werden, die die Verkehrsteilnehmer auf Radler hinweist.

Am Ortseingang Untermembach ähnliche Markierung

Eine ähnliche Markierung soll am Ortseingang Untermembach von Heßdorf kommend erfolgen. Dort endet kurz nach dem Ortsschild der Fahrradweg, die Zweiräder müssen dann auf die Straße ausweichen. Für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit soll dies ebenso gekennzeichnet werden.

Da es sich dabei um eine Kreisstraße handelt, muss das Landratsamt miteinbezogen werden. Ein negatives Votum dürfte aber nicht zu erwarten sein, da es bei selbiger Kreisstraße von Untermembach kommend am Ortseingang von Beutelsdorf eine identische Markierung gibt. Für beide Vorhaben müssen noch die Stellungnahmen der Verkehrspolizei eingeholt und überprüft werden, ob Heßdorf diese Markierungen dort anbringen darf.

Bürgermeister Horst Rehder(Bürgerblock) rief die Bevölkerung dazu auf, bei der Gemeinde ähnliche neuralgische Verkehrspunkte zu melden. Die Kommune werde sich dann um eine Umsetzung solcher Maßnahmen kümmern.

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