Unwetter über Herzogenaurach: 20 Feuerwehren im Einsatz

12.8.2020, 13:36 Uhr
In der Kellergasse in Herzogenaurach half die Feuerwehr Gremsdorf mit.

In der Kellergasse in Herzogenaurach half die Feuerwehr Gremsdorf mit. © Matthias Kronau

Erstmalig kam ein Flächenlagekonzept zum Tragen, welches für solch hohe Einsatzaufkommen Einheiten aus verschiedenen Teilen des Landkreises vorsieht. Zwölf Feuerwehren mit definierten Zügen des Hilfeleistungskontingents als auch das Technische Hilfswerk Baiersdorf wurden ins Stadtgebiet Herzogenaurach alarmiert, um dort unterstützende Hilfe zur Bewältigung der Einsatz-stellen zu leisten.

Mit den Feuerwehren der Stadt Herzogenaurach waren insgesamt 20 Wehren mobilisiert. Zum Einsatz kam auch erstmalig ein Abrollbehälter Gerätesatz Hochwasser des Katastrophenschutzes. Darauf verlastet sind mehrere gleichartige Rollcontainer, die gewisse Gerät-schaften zur Abarbeitung von Wasserschäden beinhalten. Vollgelaufene Keller und Gebäudeteile waren die Hauptaufgabe, jedoch auch umgestürzte Bäume die entfernt werden mussten.

Fast fünf Stunden


Über 150 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -Männer leisteten schweißtreibende Arbeit zur Bewältigung der Schäden. Fast fünf Stunden dauerte die Abarbeitung durch den lokal extremen Starkregen und die daraus resultierenden Überflutungen.


Die gute Zusammenarbeit und die Vorarbeiten der Integrierten Leitstelle Nürnberg für die einge-richtete Unterstützungsgruppe Feuerwehr-Einsatzleitung hat die Verteilung der über 130 Einsatz-stellen im Süd-Westen des Landkreises wesentlich erleichtert. Hier galt es Koordinationsarbeit und enge Absprachen zu leisten.

Kommandant Reiner Weber und Kreisbrandrat Matthias Rocca zusammen mit einer fünfköpfigen Gruppe koordinierten die eingehenden Meldungen.
Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung hielt den Kontakt zur Leitstelle für diverse Nachforderungen inne, wobei die Unterstützungsgruppe Feuerwehr-Einsatzleitung im Geräte-haus der Feuerwehr Baiersdorf Ihren Arbeitsplatz errichtet hat.

Mobile Lagekarte

Hier kamen alle Alarmmeldungen von der Integrierten Leitstelle zusammen, die über den Notruf 112 eingingen. Alle Einsätze überrug man in eine sogenannte mobile Lagekarte, die an die Einsatzzentrale der Feuerwehr Herzo-genaurach übermittelt und dort als Einsatzauftrag an die Feuerwehreinheiten in Papierform aus-gegeben wurden. Führungskräfte der Kreisbrandinspektion waren auch in Baiersdorf vor Ort.


Verschiedene Pumpen, Wassersauger und Stromerzeuger waren gefragt. Jedes Fahrzeug bilde-te mit diesem Equipment eine Einheit, die dann selbstständig arbeiten und nach und nach mehre-re Einsatzstellen abdecken konnte. Die Feuerwehren mussten nach Priorität vorgehen, da die Einsatzzahlen schlagartig anstanden.

BRK verpflegte Feuerwehrler

Um 23 Uhr dann lagen keine weiteren Einsätze mehr vor.
Die Bereitschaft 2 des Bayerischen Roten Kreuzes stellte eine Versorgungssicherheit zur Verpflegung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken.

nn