Samstag, 14.12.2019

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Zu teure Fahrradständer in Herzogenaurach?

Stadtrat stimmt den Maßnahmen für den Energy Award generell zu - 03.12.2019 06:57 Uhr

Ein neuer Fahrradständer in stilisierter Autoform an der Schütt. Im Stadtrat wurde moniert, dass diese Ständer sehr teuer sind. © Foto: Rainer Groh


Die städtische Klimaschutzbeauftragte Mignon Ramsbeck-Ullmann hatte bereits im vorhergehenden Planungs- und Umweltausschuss eine Bilanz des Energy-Award-Prozesses (eea) 2019 sowie einen Überblick über die für 2020 anvisierten Maßnahmen gegeben (wir berichteten). 2021 steht die Re-Zertifizierung für das Gold-Level an.

Grundsätzlich dankten alle Fraktionen der Klimaschutzbeauftragten, der Verwaltung und auch dem Agenda-Arbeitskreis Energie mit seinem Sprecher Johannes Kollinger für das Bemühen um klimafreundliches Bauen, Ressourcen sparende Beschaffungspolitik sowie entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Stephan Wirth (CSU), der meinte, er sei nicht wirklich ein Freund des eea-Prozesses, weil die Evalution beziehungsweise die Erfolgskontrolle teilweise fehle, pickte sich die neuen gelben Fahrradständer – beispielsweise an der Schütt – heraus, die mit ihrer stilisierten Pkw-Form darauf aufmerksam machen, wie viele Fahrräder auf einen Autostellplatz passen. Die seien offenbar sehr teuer gewesen und außerdem aus Großbritannien.

Lieber lokal

"Ob man das nicht lokal hätte erledigen können", meinte Wirth. Bürgermeister German Hacker verteidigte die Abstellplätze, da sie symbolträchtig seien. Konrad Körner fragte sich allerdings, ob man statt schönere nicht lieber mehr Abstellplätze hätte schaffen sollen.

Retta Müller-Schimmel (Grüne) lobte, dass sich die Stadt auf den Weg gemacht hat, Fraktionskollege Peter Simon kündigte gleichwohl weitergehende Anträge zum Thema an.

Grundsätzlich blieb es aber bei der generellen Zustimmung. Auf den Vorwurf der fehlenden Kontrollierbarkeit des Prozesses antworteten Bürgermeister German Hacker und Mignon Ramsbeck-Ullmann, dass bei Bauvorhaben die Wirkung zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen durchaus messbar sei. Bei Image- oder Werbekampagnen sei das naturgemäß schwerer. Allerdings werde in dem Zertifizierungsprozess genau bewertet, was und in welchem Umfang eine Kommune aktiv sei. Auf alle Fälle: "Es ist ein gehöriger Aufwand", so German Hacker.

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