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Montag, 10.08.2020

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Historische Kriegerheimsiedlung wurde ergänzt

Neubau ergänzt Ensemble, das die Wohnungsnot nach dem I. Weltkrieg lindern sollte - 02.09.2019 14:00 Uhr

Die Häusergruppe in der Widderstraße besticht durch ihre Harmonie. Vorne der Neubau im historischen Stil.

© Foto: Baugenossenschaft


Die Häuser in der Widderstraße wurden von 1924 bis 1930 in mehreren Bauabschnitten als Antwort auf die große Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg errichtet. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist auch heute wieder groß, allein in diesem Jahr sind knapp 500 neue Bewerbungen eingegangen. Nun ergänzt ein Erweiterungsbau mit sechs Genossenschaftswohnungen die Häusergruppe am Ende der Straße.

Hierbei wurde der ursprüngliche Charakter der Siedlung dargestellt, ohne jedoch die Vergangenheit zu wiederholen. Der modern ausgestattete, zukunftsorientierte Neubau wurde mit historischer Architektur kombiniert und großer Wert auf liebevolle Details gelegt. Die Firsthöhe des Altbestandes wurde übernommen, ebenso der Abschluss der Häusergruppe mit einem Walmdach und die Eindeckung mit Biberschwanzziegeln. Ein Teil der Fassaden der Bestandshäuser erhielt bereits einen zeitlosen, zurückhaltenden Farbanstrich, der verbleibende Straßenzug wird in den nächsten Jahren schrittweise renoviert.

Stilprägende Elemente der historischen Bausubstanz sind die Fensterläden und Zwerchhäuser über den Treppenaufgängen, die sich auch am Neubau wiederfinden. Die Widderstraße stellt im Bereich der Kriegerheimsiedlung eine geschlossene Einheit dar und ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte der Traditionsgenossenschaft, die im Jahr 2020 ihr 100-jähriges Unternehmensjubiläum feiert.

Ziel der Instandhaltungsmaßnahme ist, das Gebäudeensemble in seiner ursprünglichen Form zu erhalten und gleichzeitig weiterhin das Wohnen zu bezahlbaren Mieten zu ermöglichen. Die Bewohner in der Widderstraße zahlen durchschnittlich unter fünf Euro Kaltmiete.

fn

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