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Hochwasserschutz: Damm-Lösung wieder im Gespräch

Für die Farrnbach gibt es noch keine Variante, mit der sich alle anfreunden - 31.05.2019 21:00 Uhr

Nahe der Farrnbachbrücke: Wo sich nach dem Einsturz einer privaten Ufermauer eine Engstelle gebildet hatte, kann das Wasser jetzt wieder abfließen.

29.05.2019 © Horst Linke


Das hat jetzt zum Abschluss einer neuen Planungsvereinbarung mit der Stadt Fürth geführt, die dazu dient, verstärkt Alternativen für den Hochwasserschutz unter die Lupe zu nehmen. Das Problem brennt dem Wasserwirtschaftsamt auf den Nägeln. Es hat schließlich den 2013 schon verschärften Bestimmungen des Gesetzgebers Rechnung zu tragen. Und die Regierung drängt zunehmend auf eine Lösung.

Stadt zahlt mit

Auf 215 000 Euro werden die Kosten für die zusätzliche Variantenuntersuchung geschätzt. Für die Hälfte muss die Stadt aufkommen. Sie hat keine Wahl. Denn unterbleiben die Untersuchungen, können im Schadensfall nach einem Hochwasser Haftungsansprüche ihr gegenüber nicht ausgeschlossen werden.

Gegen die Ufermauer sind in Burgfarrnbach bereits Unterschriften gesammelt worden. Nicht nur, weil die Anlieger für den Bau Grund hätten abtreten müssen. Sie sehen darin auch eine empfindliche Störung des Landschaftsbildes und zweifeln am Nutzen. Für Überschwemmungen hatte in der Vergangenheit mehr kurzfristiger Starkregen geführt, als das Anschwellen der Gewässer bei lang anhaltenden Regenperioden.

Dass die bisherigen Planungsziele nicht den Vorstellungen der Burgfarrnbacher entsprechen, haben bei der Beratung in der jüngsten Bauausschusssitzung sowohl Oberbürgermeister Thomas Jung, als auch CSU-Fraktionschef Dietmar Helm klar gemacht. Für Jung ist wichtig, dass die Stadt Herr des Verfahrens bleibt. Und Helms Fraktionskollege Franz Stich plädierte dafür, dass der alte Plan des Wasserwirtschaftsamtes, einen vier Meter hohen Damm quer durchs Farrnbachtal zu ziehen, wieder in Erwägung gezogen wird.

Die neue Planungsvereinbarung wurde räumlich weit genug gefasst, dass auch diese Lösung eingeschlossen ist. Außerdem ist, wie Jung ausdrücklich bemerkte, mit der schließlich von der Behörde favorisierten Lösung kein Automatismus verbunden, dass sie auch realisiert wird.

Aufgeräumt hat das Wasserwirtschaftsamt inzwischen mit einer Misere an der Farrnbachbrücke im Bereich der Regelsbacher Straße. Hier war beim jüngsten Hochwasser eine private Ufermauer eingestürzt. Zusammen mit einer Garage am anderen Ufer hatten die Überreste eine empfindliche Engstelle erzeugt. Nun wurde die marode Uferzone solide befestigt und dadurch der Wasserabfluss verbessert.

Die Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes erstrecken sich nach Angaben von Baureferentin Christine Lippert nicht auf Hochwasser durch Starkregen. Das soll, so der Oberbürgermeister, jedoch nachgefordert werden. Und auch die Sanierung der historischen Ufermauer im Bereich des Schlossparks soll die Behörde beim Hochwasserschutz im Blick behalten.

Volker Dittmar

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