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Adelsdorfer bei Sportabzeichen auf Rekordjagd

Ein ehrenamtliches Team nimmt von Jahr zu Jahr mehr Erwachsenen und Kindern die Fitnessprüfung ab - 13.07.2019 06:00 Uhr

Freilich nur fürs Zeitungsfoto springen diese drei Kinder, angefeuert vom Sportabzeichen-Team, gleichzeitig in die Weitsprunggrube auf dem Adelsdorfer Schulsportgelände. Wenn es wirklich ums Sportabzeichen geht, springen alle der Reihe nach. © Foto: Katrin Bayer


Formiert hat sich die Gruppe vor fünf Jahren, wie sich Pöhnl erinnert. "25 Leute wollten damals bei uns das Sportabzeichen ablegen, zwei Jahre später waren es dann schon über 100", erzählt der Adelsdorfer, der als Fußballer früher zweite Bundesliga spielte.

Vor zwei Jahren, als die Schule ihre neue 100-Meter-Bahn bekam, begann die Gruppe dann auch bei den Lehrern darum zu werben, dass sie sich mit ihren Klassen am Sportabzeichen beteiligen sollten. Zuvor war das kompliziert, musste man fürs Sprinten doch beispielsweise auf die Bahn nach Hemhofen ausweichen. Mit der neuen Sprintstrecke vor der Schultür jedoch sagte eine Klasse zu. Und jetzt, 2019, sind fast alle Schüler der Adelsdorfer Grundschule mit dabei.

Seine Leistung beweisen muss man beim Sportabzeichen in vier Kategorien: "Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Kraft", wie Anne Gunst erklärt, die mit Reinhold Fischkal, Nanni Höppner, Bettina Waber und Marion Bierlein zum Kernteam um Dieter Pöhnl gehört.

Insgesamt helfen rund zehn Ehrenamtliche ganz unterschiedlichen Alters mit, unter ihnen auch Adelheid Nehring, die selbst schon 30 Mal die Fitness-Prüfung abgelegt hat.

2013 wurden die Anforderungen des Sportabzeichens vereinheitlicht und vereinfacht. Statt verpflichtender Disziplin gibt es nun mehr Wahlmöglichkeiten: So können sich die Teilnehmer aussuchen, ob sie ihre Schnelligkeit lieber durch einen Sprint oder einen Schnellstart mit dem Fahrrad beweisen möchten.

Ihre Kraft können die Sportler zum Beispiel durch Standweitsprung, Schlagball, Wurfball oder Kugelstoßen zeigen. Der Koordinations-Nachweis passiert etwa über Seilspringen oder "normalen" Weitsprung. Für den Ausdauer-Teil ist eine Laufstrecke in den Aischwiesen ausgeschildert. Wer stattdessen lieber schwimmen möchte, kann ins Höchstadter Freibad gehen. Mit den dortigen Bademeistern gibt es eine Vereinbarung, dass diese die Zeit für das Sportabzeichen abnehmen.

Die Anforderungen sind selbstverständlich je nach Altersgruppe unterschiedlich: So müssen die Sechs- bis Achtjährigen 30 Meter sprinten, ab neun Jahren sind es dann schon 50 Meter.

Mit der ganzen Mannschaft

Das Sportabzeichenteam berichtet, dass der Zulauf dienstags und donnerstags immer größer wird – "auch durch SeeSide", wie sie beobachten. "Kinder bringen auch ihre Eltern und Großeltern mit", berichtet Pöhnl. Zusammen komme dann ein breites Teilnehmerfeld mit Sportlern zwischen sechs und über 70 Jahren. Der SC Adelsdorf und der SC Hertha Aisch kommen gleich mit ganzen Mannschaften zur Sportabzeichen-Abnahme.

"Wenn einer fit ist, schafft er das Sportabzeichen an einem Abend", weiß Anne Gunst. Viele kommen aber immer wieder – weil sie sich verbessern wollen. Denn vergeben wird das Abzeichen in Bronze, Silber und Gold. Die feierliche Übergabe ist stets bei einer Feier in der Aischgrundhalle. Kosten entstehen den Teilnehmern keine, diese übernimmt die Gemeinde.

Besonders freut die Ehrenamtlichen, dass sich 2019 fast die ganze Schule beteiligt. "Im Sport sind die Kinder ganz anders, da erleben auch die Lehrer ihre Schüler von einer ganz neuen Seite", so Pöhnl. Ihn begeistert vor allem, wie die Kinder sich untereinander helfen. Oder auch mal stehen bleiben und auf die eigene gute (Lauf-)Zeit verzichten, weil sich eine Klassenkameradin den Fuß verstaucht hat.

Die Adelsdorfer nehmen heuer auch am Sportabzeichen-Schulwettbewerb teil. Gewertet wird hier der prozentuale Anteil, wie viele Kinder pro Schule mit Erfolg teilgenommen haben. Pöhnl ist guter Dinge, "dass wir da vorne mit dabei sind". 

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