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Bald viel öfter mit dem Bus nach Höchstadt

Ausschuss sprach über Verbesserungen im ÖPNV - 04.04.2019 06:57 Uhr

Massiv erhöht wird unter anderem die Zahl der Fahrten zwischen Herzogenaurach und Höchstadt. © Foto: Jeanette Seitz


Der Zuwachs ist gewaltig: Höchstadt und sein Umland werden ab dem Fahrplanwechsel um einiges besser verbunden sein. Beispiel gefällig? Zwischen Herzogenaurach und Höchstadt werden die Fahrten pro (Schul-)Tag verdoppelt und auch in den Ferien verkehrt der Bus öfter: Bislang fünf Mal pro Tag, ab September 16 Mal. Darüber hinaus profitieren besonders Lonnerstadt und Wachenroth von einer besseren Anbindung an das Mittelzentrum Höchstadt.

Die NahverkehrsBeratung Südwest unterstützte den Landkreis Erlangen-Höchstadt bei der Vergabe des sogenannten Linienbündels 1, zu dem die Linien 204, 207, 240, 244/248, 245, 247 und 238 gehören. Sie werden künftig besser, sprich häufiger, bedient.

So verkehrt der Bus zwischen Höchstadt und Herzogenaurach im Stundentakt, für die Linie 207 (Schlüsselfeld–Wachenroth–Mühlhausen–Höchstadt) beispielsweise sind ein regelmäßiger Takt und ein Anschluss an den Schnellbus Richtung Erlangen geplant, die Linie 245 (Buchfeld–Breitenlohe–Vestenbergsgreuth–Ailsbach-Lonnerstadt–Höchstadt) wird an Schultagen im Zweistundentakt bedient, an schulfreien Tagen wird ein Anrufverkehr angeboten: "Wer mitfahren will, meldet sich mindestens 60 Minuten vorher an", wie Hartmut Jaißle von der NahverkehrsBeratung erklärte. So würden Fahrgäste gezielt befördert und "der Bus fährt nicht nur warme Luft durch die Gegend, weil keiner mitfahren will".

Eine echte Verbesserung ist auch die Linie 127. Denn künftig sind Höchstadt und Neustadt/Aisch im Stundentakt direkt miteinander verbunden. "Bislang gab es nur zwei durchgehende Fahrten pro Tag", so Jaißle. "Ab September gibt es dann ordentliche Verbindungen, die auch den Zuganschluss in Neustadt beachten", erklärte der Verkehrsberater.

All das berichteten Jaißle und sein Kollege Stephan L. Kroll den Mitgliedern des Verkehrsausschusses, um die Rahmenbedingungen zu klären, innerhalb derer die Stadt sich an die Verbesserung des innerörtlichen ÖPNV machen kann. Nachholbedarf, das zeigte eine Karte von Höchstadt, besteht vor allem im Süden der Stadt sowie Richtung Freizeitzentrum/AischPark-Center.

Zwar befindet sich die Linie 240, die Höchstadt-Nord und Höchstadt-Süd verbindet, ebenfalls im besagten Linienbündel 1, doch führt der Landkreis hier nur den Status Quo fort. "Nachdem das quasi ein Stadtbus ist, wird der Landkreis da nicht aktiv", erklärte Jaißle. Verbesserungsbedarf, so zeige ein Blick auf die Linie und die Zahl der Fahrten, bestehe gleichwohl.

Buchung per App

Stephan L. Kroll berichtete in diesem Zusammenhang von einem neuen Projekt in der Stadt Freyung namens "door2door". Dort gebe es einen On-demand-Service mit virtuellen Haltestellen. Gebucht werden die Fahrten per App, der nächste Haltepunkt ist nie weiter als 50 bis 60 Meter vom eigenen Standort entfernt. Der Fahrpreis liege, so hieß es, etwas über dem normalen Fahrpreis des ÖPNV, dafür sei das Angebot für die Fahrgäste aber auch komfortabler.

Falls so ein Service für Höchstadt infrage komme, sagte Bürgermeister Gerald Brehm, sollte er mit dem Elektromobilitätskonzept der Stadt abgestimmt werden. Charmant, so schien es, schien ihm ein Dienst, der nur auf Abruf fährt, schon: "Denn es ist ärgerlich, wenn — wie vor Weihnachten — ein Shuttlebus zum AischPark-Center fährt und außer dem Fahrer nur zwei Leute drinsitzen."

Die Verwaltung, so beschloss der Ausschuss, soll nun einen neuen Auftrag formulieren: Prüfen soll die NahverkehrsBeratung dann, wie die Anbindung von Höchstadt-Süd und dem AischPark-Center verbessert werden kann und dabei ein besonderes Augenmerk auf die E-Mobilität legen.

Darüber hinaus wünscht sich der Bürgermeister ein Infosystem für die Ortsteile, welche Fahrtmöglichkeiten es für den jeweiligen Ort über ÖPNV, Flinke Liese etc. schon gibt.  

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