Samstag, 07.12.2019

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Das Buch zum Obermembacher Biergarten

Zur Neueröffnung des Waldkrankenhauses hat Manfred Welker die Geschichte Obermembachs dokumentiert - 06.08.2019 13:56 Uhr

Gruppenbild am geliebten Platz oberhalb des Biergartens (von links): Der bisherige Wirt Hans Gumbrecht, Gotthard Lohmaier (Co-Autor), Kreisheimatpfleger Manfred Welker (Buchautor), Sami Alijaj (neuer Wirt), Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder, Gerhard Pausch (Co-Autor), Hans Schaub (Vorwort) und Alex Vladulescu (neuer Wirt). © Foto: Manfred Welker


Als Ergänzung steuern zwei weitere Autoren ihren Blick auf das Dorf bei: Gerhard Pausch mit seinem Text "Mugglein ermittelt" und Gotthard Lohmaier mit seinen Überlegungen "Vom Klimawandel in Biergärten". Das Vorwort verfasste Hans Schaub, der als gebürtiger Großenseebacher ein profunder Kenner des Seebachgrunds ist.

Geliebte Idylle

Dass der Biergarten des Wirtshauses, das offiziell "Jägersruh" heißt, nach der Schließung durch die Familie Gumbrecht, seit 1. August wieder geöffnet hat, dürfte viele Herzogenauracher freuen. Denn lange bevor die Freizeitsportler aus der Siemensstadt Erlangen mit dem Auto oder dem Motorrad den idyllisch gelegenen Biergarten entdeckten, waren Generationen von Herzogenaurachern, vor allem aus dem Herrnbuch (Hirtenbuck), durch den Birkenbühl nach Obermembach gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren. Dort warteten auf sie eine Brotzeit und ein kühles Bier, es wurde Schafkopf gespielt und sich unterhalten.

Eröffnet wurde die Gastwirtschaft 1872 durch Christoph Gumbmann, es folgten Georg Gumbmann, dann dessen Sohn Valentin Gumbmann. Gumbmann hatte einen Sohn und vier Töchter, eine davon, Katharina, heiratete Andreas Gumbrecht aus Untermembach, beide führten das Wirtshaus lange Jahre.

Von Anfang an lieferte die Herzogenauracher Brauerei Hubmann ihr Bier nach Obermembach. Später übernahm die Brauerei Tucher diesen Dienst. Gelagert wurde das Bier in einem Keller am Ochsenhutberg. Durch Umbauten 1955 und 1968/69 wurde die Gastwirtschaft den Erfordernissen angepasst.

1986 übernahm Hans Gumbrecht die Gastwirtschaft, er hatte in Herzogenaurach bei Metzgermeister Heinrich Kreiner sein Handwerk erlernt. Gleich am ersten Tag der Wiedereröffnung waren Gerhard Welker aus Herzogenaurach, Willy Nagel aus Dechsendorf, Ernst Gell aus Niederndorf und Hans Zapf aus Baiersdorf wieder beim Karteln im Wirtshaus anzutreffen.

Seit zehn Jahren pflegen sie schon ihre Kartelrunde am Donnerstag. "Wir sind froh, dass wir wieder hier unseren Platz haben, wo wir uns zur Kartelrunde treffen können!", meinten sie unisono. Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder gratulierte den neuen Pächtern Sami Alijaj und Alex Vladulescu zu ihrer Entscheidung, die Gastwirtschaft weiterzuführen und wünschte ihnen viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.

InfoDas Heft kann bei Autor Manfred Welker oder im Gasthaus Jägersruh in Obermembach zum Preis von 6 Euro erworben werden.  

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