Dassler-Film findet Lob und Tadel in der Aurachstadt

18.4.2017, 05:52 Uhr
Landeten nicht den erhofften Quotenhit: Von links Hanno Koffler (Rudi), Hannah Herzsprung (Friedl), Alina Levshin (Käthe) und Christian Friedel (Adi).

Landeten nicht den erhofften Quotenhit: Von links Hanno Koffler (Rudi), Hannah Herzsprung (Friedl), Alina Levshin (Käthe) und Christian Friedel (Adi). © Foto: ARD

"Friesland" im ZDF lag den deutschen Zuschauern offensichtlich näher als Franken in der ARD. Der gleichnamige Krimi hat dem zweiten Teil der Dassler-Saga am Karsamstag deutlich den Rang abgelaufen. Nur 3,23 Millionen, das entspricht einem Marktanteil von 10,8 Prozent, wollten verfolgen, wie die konkurrierenden Brüder und ihre Söhne den Weltsport veränderten. Und dies, nachdem noch unmittelbar vorher 6,74 Millionen Zuschauer die Tagesschau gesehen hatten.

Auch der erste Teil am Karfreitag war nach den Bewertungen der Quoten-Fachportale hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ihn sahen 3,52 Millionen Deutsche — weniger als den weit weniger differenzierten Eventfilm von RTL vor genau einem Jahr (damals: 4,94 Millionen Zuschauer).

Mag sein, dass in Herzogenaurach und Umgebung der Marktanteil höher war als deutschlandweit. Die Bewertungen der Einheimischen, mit denen sie auf einen Facebook-Aufruf der NN-Redaktion reagiert haben, fallen indes unterschiedlich aus.

"Der erste Teil war schon mal absolut cool", schrieb Sabine Gradek via Facebook schon am Samstag. Sie finde den ARD-Film auf jeden Fall "1000 Mal besser" als das vor einem Jahr ausgestrahlte Privatsender-Produkt.

Die Meinung teilt Tanja Kabakli, während "Lollii Lollii" für beide Filme nur das Prädikat "Schmarrn" vergibt. Der/die anonyme User/in schreibt weiter, er/sie habe umgeschalten.

Michele Grumann findet, beide Filme seien "a Gschmarrie" gewesen, "total langweilig, ich musste mich echt zwingen, das bis zu Ende zu schauen."

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Ein klasse Film", ist dagegen die Ansicht von Sandra Langer. Und Helmut Fischer hat eigenem Bekunden nach zwei wunderbare TV-Abende in der ARD verbracht — "mit starken Schauspielern und einer Story, auf die wir Herzogenauracher stolz sein können". Allein das bundesweit gute Presse-Echo zeige, dass diese Familiensaga etwas besonderes gewesen sei.

Während sich Michele Grumann wunderbare TV-Abende anders vorstellt, wie die Antwort auf Fischers Lob lautet, outet "Lollii Lollii" Helmut Fischer als alten "Pumaraner" und somit Partei. So ein Film müsste in Herzogenaurach gedreht werden, "dann ja", so "Lollie Lollie".

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