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Doppelt so viele Frauen im Großenseebacher Rat

In Großenseebach bestimmen künftig doppelt so viele Frauen wie bislang mit. - 16.05.2020 16:00 Uhr

Der frisch vereidigte neue Bürgermeister Jürgen Jäkel vereidigt die neuen Gemeinderäte. V. l. Jan Kracker (CSU), Christian Schmitt (CSU), Steffen Schaub (FW), Ingrid Seifert (FW), Julia Klöhn (MfG), Christian Jung (MfG).


Sechs neue Mitglieder werden fortan im Großenseebacher Gemeinderat mitwirken. Zu Beginn der jüngsten Sitzung wurden Ingrid Seifert (Freie Wähler), Bayerns jüngste Gemeinderätin Julia Klöhn (MfG), Steffen Schaub (FW), Christian Jung (MfG), Christian Schmitt und Jan Kracker (beide CSU) von Bürgermeister Jürgen Jäkel vereidigt. Der war erst in der Stichwahl bestätigt worden. Amtsinhaber Bernhard Seeberger war abgewählt worden.

Rudolf Riedel (Freie Wähler) folgt als neuer zweiter Bürgermeister auf Werner Schorr von der CSU. Zuvor hatte sich das Gremium - bei drei Gegenstimmen - geeinigt, nur einen weiteren Bürgermeister zu bestellen. Riedel hatte sich mit neun zu fünf Stimmen gegen den CSU-Vorschlag Mathias Paulus durchgesetzt. Da das Gremium aber nicht an die Vorschläge der Fraktionen gebunden war, entfiel eine Stimme auf Carina Geist (MfG).

Fraktionssprecher bei der CSU wird Mathias Paulus, bei den Freien Wählern übernimmt die Position Rudolf Riedel. Für MfG spricht Carina Geist.

Erste Sachthemen besprochen

Und auch Sachthemen wurden in der ersten Sitzung des neuen Gemeinderates besprochen: In der April-Sitzung war beschlossen worden, dass man auf die Schule zugehen wollen, um zu prüfen, welche Ausrüstung Eltern und Schule für die digitale Lehre benötigen. Eine entsprechende Anfrage von Bürgermeister Jäkel ergab, dass die Eltern keinen akuten Bedarf hätten. Digital aufrüsten will die Gemeinde aber dennoch die Grundschule. Wie das genau aussehen wird, klärt die Gemeinde mit Schule und Elternvertretern.

Die CSU machte auf ihrer Facebook-Seite übrigens Werbung damit, zum Thema Digitalisierung der Schule einen Antrag gestellt zu haben. Dort heißt es, der Antrag sei bereits in der April-Sitzung gestellt worden, damals hatte CSU-Rat Mathias Paulus die Situation aber lediglich angesprochen, was durchaus auf breite Zustimmung traf. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

Ärger um Facebook-Posting

Laut Jäkel ging in der Verwaltung weder schriftlich noch elektronisch ein entsprechender Antrag ein. Rudolf Riedel (FW) kritisierte, dass die CSU den Facebook-Post deshalb entfernen sollte. Die CSU ließ die Kritik unkommentiert.

Für Diskussionen sorgte die Sanierung der Straße nach Neuenbürg, die Risse aufweist. Es hieß, dass die Sanierung dringlich sei, um die Erschließung für das nebenan gelegenen Baugebiet nicht zu verzögern. Doch einige Räte bezweifelten, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Baugebiet und Straßensanierung gebe könnte. Verwaltungsleiter Martin Hofmann begründete dies unter anderem mit der Optik der Straße.

Fuß- und Radweg?

Einige Bürgervertreter wollten die Straße vielmehr mit einem Fuß- und Radweg versehen, der aber erst geplant werden müsse. Man habe wegen eines möglichen Weges schon Kontakt mit dem Markt Weisendorf aufgenommen, trotz Rückfrage jedoch keine Antwort erhalten, so Hofmann. Dass dieser kommen müsse, war am Donnerstag aber Konsens.

Einen Beschluss gab es in Sachen Straßensanierung nicht, das Vorhaben wurde zurückgestellt. Vielmehr möchten die Fraktionen mit jeweils einem Vertreter und Bürgermeister Jäkel am nächsten Jour-Fix-Termin vor Ort teilnehmen und sich vom Zusammenhang zwischen Straßensanierung und Baugebiet überzeugen lassen.

MAX DANHAUSER

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