Donnerstag, 28.01.2021

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Eintauchen ins indische Leben an der Aurach

Open-Air-Ausstellung mit Alltagsszenen aus Indien von Florian Lang - 27.11.2020 18:00 Uhr

Florian Lang aus Herzogenaurach lebt und arbeitet seit 2010 in Delhi/Indien. In dieser Zeit sind zahlreiche Fotografien entstanden, die das urbane Leben dort zeigen. Auf großformatigen Tafeln sind einige Werke des 40-Jährigen noch bis Februar 2021 entlang der Aurachpromenade ausgestellt.

26.11.2020 © Foto: Jeanette Seitz


An 15 Tafeln, angebracht am Zaun hinter dem Anwesen von Ulrich Wirth, schlendern Spaziergänger vorbei, können die Bilder auf sich wirken lassen und finden auch Erklärungen zu den Motiven auf deutsch und auf englisch. Gestern ist die außergewöhnliche Open-Air-Ausstellung in kleinem Rahmen eröffnet worden.

Die Straßenszene ist eines seiner Lieblingsmotive.

26.11.2020 © Foto: Jeanette Seitz


Der 40-jährige Forian Lang lebt seit 2010 in Delhi/Indien. Momentan weilt er in seiner Heimatstadt Herzogenaurach. Und weil Corona ja jegliche Art der künstlerischen Betätigung derzeit erschwert, war Lang gleich Feuer und Flamme, als Stadtmarketing-Leiterin Judith Jochmann eine Ausstellung im öffentlichen Raum unter freiem Himmel vorschlug. Und so ist die Ausstellung "Fluss. Land. Stadt! – Urbane Räume in Indien" entstanden.

Bürgermeister German Hacker betonte, dass es sich bei der Aurachpromenade um eine "super Ausstellungsfläche" handle und dankte in diesem Zusammenhang Ulrich Wirth, der seinen Zaun dafür zur Verfügung stellte. "Mit seinen Fotografien hat Florian Lang die Welt nach Herzogenaurach gebracht – eine perfekte Ergänzung, da in Herzogenaurach ja ohnehin Menschen aus aller Herren Länder wohnen und arbeiten", so Hacker.

Das Verbindende zeigen

Auch Florian Lang findet die neue Aurachpromenade sehr gelungen. "Es macht Spaß da langzulaufen." Und den angrenzenden Teil mit Sportgeräten, auf denen Menschen in aller Öffentlichkeit trainieren können, hat er gleich als Verknüpfung zu seinen Fotografien genutzt. Denn: "In Indien findet auch vieles im öffentlichen Raum statt." Und genau darum geht es ihm bei seinen Bildern: zu zeigen, dass das Leben oft sehr ähnlich ist. "Indien ist nicht nur fremdartig. Ich will das Verbindende zeigen, die Gemeinsamkeiten."

Und so zeigt eine Tafel eine Runde von Männern, die Bier trinken, auf einem anderen Foto machen ältere Frauen gemeinsam Yoga. Dennoch regen manche Motive auch zum Nachdenken an, etwa eine bunte Straßenszene, die deutlich macht, dass das Leben in Indien mitunter sicher hart sein kann. Dennoch ein Lieblingsbild von Florian Lang.

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Mit seinen Arbeiten möchte Florian Lang ein zeitgemäßes Indienbild vermitteln und gängige Klischees in Frage stellen. Die Ausstellung ist bis Februar 2021 zu sehen. Auf Wunsch unternimmt Florian Lang mit Interessenten auch kleine Spaziergänge am Zaun entlang und erläutert seine Fotografien. Wer sich für eine solche "Führung" interessiert, kann sich per E-Mail an Florian Lang wenden. Er ist noch bis Anfang Januar in Herzogenaurach und kehrt dann mit seiner Frau nach Delhi zurück.

INFO: mail@f-lang.de

jes

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