Rettungskation in Hemhofen

Feuerwehr holt Hund vom Dach - und wer muss jetzt dafür zahlen?

Eva Sünderhauf
Eva Suenderhauf

Erlanger Nachrichten

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6.5.2022, 14:44 Uhr
Die Feuerwehr Hemhofen rückte am 4. Mai aus, weil Nachbarn den Hund von  gegenüber auf dem Dach bemerkt hatten.

© Tim Christ, NN Die Feuerwehr Hemhofen rückte am 4. Mai aus, weil Nachbarn den Hund von gegenüber auf dem Dach bemerkt hatten.

Nachbarn hatten gesehen, wie der Vierbeiner auf dem Dach stand und sich nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts bewegte. Weil die Besitzer nicht zu Hause waren, wurde die Feuerwehr alarmiert. Die rückte mit sieben Mann an und packte die Leiter aus.

Zurück durchs Dachfester

Der Hund, erzählt Tim Christ, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Hemhofer Feuerwehr verantwortlich ist, habe sich auf dem Dach nicht bewegt. Sein Kollege schnappte ihn sich vorsichtig und steckte ihn vorsichtig durchs Dachfenster zurück ins Wohnhaus. Die Alternative wäre gewesen, die Haustür aufzubrechen - was unnötig erschien. Das Fenster wurde von außen zugeklappt, wenig später kam der Hausbesitzer nach Hause - und war erleichtert.

Wer zahlt den Einsatz?

Immerhin rückten die Retter in voller Besetzung aus - ein übliches Prozedere, wie Christ sagt. Schließlich brauche es ausreichend Hände unter anderem für das Tragen und Sichern der Leiter, für jemanden, der das Anseilen des Kollegen kontrolliert, der hochklettert und jemanden, der die Absturzsicherung übernimmt. das bayerische Feuerwehrgesetz, sagt Christ, schreibe ganz klar vor, dass für die Rettung von Menschen- und von Tierleben keine Rechnung an den Verursacher - in diesem Fall die Besitzer des Hundes - anfällt. Niemand müsse sich also scheuen, die Feuerwehr zu alarmieren, wenn ein Tier irgendwo feststeckt oder in Gefahr ist.


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