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Mittwoch, 26.06.2019

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Fördergelder auch für Lastenräder in Herzogenaurach

Richtlinien sollen neu gefasst und Budget erhöht werden - 09.06.2019 06:58 Uhr

Verschiedene Modelle von Lastenrädern konnten bei der Herzogenauracher Fahrradmesse am 4. Mai 2019 begutachtet und probegefahren werden. © Archivfoto: Margot Jansen


Gefördert werden künftig – so der Stadtrat zustimmt – Gebäudesanierungen, Fassadenbegrünung, Umgestaltung entsiegelter Flächen, die Anschaffung von Lastenfahrrädern mit oder ohne Elektromotor: Alle diese Förderbausteine zur Minderung von Kohlendioxid können finanziell durch die Stadt unterstützt werden.

Für den Stadthaushalt 2020 soll das Budget von zurzeit 80 000 Euro auf 150 000 Euro erhöht werden. Dies beschloss der Planungsausschuss einstimmig als Empfehlung an den Stadtrat.

Heizungsumstellungen von fossiler auf regenerativer Energie, Stromsparberatung, Solarthermie oder saisonale Speicher: auch dies fällt in den überarbeiteten Kriterienkatalog.

Mignon Ramsbeck-Ullmann, Klimaschutzbeauftragte der Stadtverwaltung im Sachgebiet für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, berichtete, das Förder-Budget sei für dieses Jahr schon ausgeschöpft, meist für Neubauten, Solarthermie und Sanierungsmaßnahmen. Die Anzahl der Anträge übersteige zum jetzigen Zeitpunkt schon die Anzahl des Vorjahres.

Durch die verschärften Vorgaben der Energieeinsparverordnung seit Anfang 2016 änderten sich die gesetzlichen Anforderungen an Bauherrn für Neubauten und umfassende Sanierungen. Gestiegene Baukosten gehen damit einher.

Mit der Einführung der Förderung von Fassadenbegrünung und Begrünung entsiegelter Flächen will die Stadt einen Beitrag leisten für ein gesünderes Klima und auch optisch ansprechendes Bild. Ebenso zur CO2-Bindung und verzögertem Regenwasserabfluss.

Neu gefördert bei der Heizungsumstellung von "fossil" auf "erneuerbar" wird der Einbau eines saisonalen Wärmespeichers in Verbindung mit Solarthermie – etwa ein Eisspeicher oder ein Wasserspeicher der mehr als 3000 Liter fasst.

Bei der Förderung der Gesamtsanierung eines Gebäudes beträgt die Förderhöhe pauschal zwischen 5000 Euro und 6500 Euro, je nach KfW-Effizienzstandard. Zusätzlich wird bei nachweislicher Verwendung von ökologischen Baustoffen ein Öko-Bonus gewährt.

Zu den neuen Förderbausteinen zählt auch die Beschaffung von ein- und zweispurigen, zulassungs- und versicherungsfreien Lastenfahrrädern mit oder ohne batterieelektrischer Tretunterstützung. Eine Lastenzuladung von mindestens 40 Kilo ist Voraussetzung. Gefördert werden maximal 20 Prozent der Kosten, höchstens 500 Euro. Auch die Stadt selbst schafft ein Lastenfahrrad nach Probefahrten durch das Amt für Stadtmarketing auf der Fahrradmesse an. Die Lieferzeiten – Preise ab 2500 Euro aufwärts – betragen bereits um die drei Monate.

Eine Verleihung und fortwährend technische Instandsetzung von Lastenrädern – vergleichbar den Vereinsbussen – könne die Stadt nicht leisten, stellte Bürgermeister German Hacker fest.

Nach Nachfragen von Retta Müller-Schimmel (Bündnisgrüne) verdeutlichte Mignon Ramsbeck-Ullmann, das Begrünungs-Konzept ("Was gilt als blühfähig?") wurde mit Monika Preinl vom Umweltamt der Stadt abgestimmt. Die Grünen-Rätin regte auch an, den Zaun um den Basketball-Platz an der Flughafenstraße mit einer Hecke zu umschließen. Die Stadt hat beim Parkhaus an der Schütt Rankhilfen installiert. Dabei soll es nicht bleiben. 

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