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Donnerstag, 05.12.2019

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Heizhaus-Boden bekommt Schutzschicht

Bodenplatten im Heizhaus hinter der Höchstadter Kulturfabrik werden nachträglich versiegelt - 16.11.2019 14:00 Uhr

Der Kulturausschuss nahm die bereits versiegelte (dunkler wirkende) Bodenplatte in Augenschein. © Foto: Karl-Heinz Panzer


Mit gut 10 000 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) wird die Glättung und Versiegelung zu Buche schlagen, erwartet Fritz Wiesneth. Der Architekt hat bei einem Ortstermin dem zuständigen Ausschuss das Vorhaben erläutert. Eines der Quadrate hat die Prozedur bereits hinter sich und lag als Probe zur Begutachtung aus.

Die 120 Quadratmeter umfassende Bodenfläche des hergerichteten Baudenkmals war im ersten Betriebsjahr ärger als erwartet in Mitleidenschaft gezogen worden. Vor allem dann, wenn der Treff gastronomisch genutzt wurde, sagte Wiesneth. Und das sei unerwartet häufig der Fall gewesen. Daher haben Hausmeister Reiner Fugmann und seine Leute das Musterexemplar bereits vorab einigen Stresstests unterzogen. Tatsächlich vertrage die versiegelte Platte verschütteten Orangensaft oder Rotweinspritzer deutlich besser als zuvor, so Fugmann. Auch das Kehren und Reinigen gestalte sich einfacher.

Die mit glitzerndem Quarzsand versetzten Betonteile werden in drei Arbeitsgängen abgeschliffen, dann grundiert und schließlich eingelassen, erklärte Wiesneth. Die Behandlung erfolge an Ort und Stelle. Absauggeräte sollen verhindern, dass sich allzu viel Feinstaub absetzt.

Nach dem Ortstermin richtete der Ausschuss für Kultur, Schule, Jugend, Familie, Senioren, Soziales und Bildung seinen Blick auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt. Ein Team aus der Stadtverwaltung hat unter Federführung von Nadja Müller ein neues Konzept für die jährlich wiederkehrende Veranstaltung vorgestellt. Es beinhaltet wie berichtet unter anderem eine neue Anordnung der Stände, eine Lichttechnik auf der Bühne, die die Protagonisten besser zur Geltung bringen soll, und Hackschnitzel, die in einige Bereichen auf dem Pflaster aufgebracht werden.

Die avisierten Neuerungen stießen im Ausschuss quer durch die Fraktionen auf viel Lob. Nur an den Hackschnitzeln schieden sich die Geister. "Aus ökologischer Sicht ist es eine Riesensauerei", schimpfte SPD-Stadtrat Andreas Hänjes. Streusalz, Zigarettenkippen und anderer Unrat gelangten in das Material und machten die Entsorgung schwierig und teuer. Für Rollstuhlfahrer könnte der Belag ein Hindernis darstellen, brachte Jeanette Exner (JL) vor. Eine klare Mehrheit konnte sich nach einigem Hin und Her dann doch darauf einigen, dass die Wege freigehalten werden und es ins Ermessen der Standbetreiber gestellt werde, ob sie auf die Hackschnitzel zugreifen.

Großes Lob bekamen die städtischen Veranstaltungsmanager für die Idee, das Ambiente im Schlosshof beim Altstadtfest künftig anders zu gestalten: Das Zelt soll wegfallen, dafür sollen Kunst und Kultur mehr Raum bekommen. Das Geschehen solle mehr an die Tradition angelehnt sein. Eine ansprechende Illumination und dekoratives Grün sollen ihren Beitrag dazu leisten.

khp

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