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Donnerstag, 22.08.2019

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Herzogenauracher Wassermix für weniger Nitrat

Wachsende Baugebiete in der Stadt: Kontingent aus Eltersdorfer Gruppe zugekauft - 09.08.2019 16:00 Uhr

Nahmen die Mischanlage für Wasser am Alten Wasserwerk in Betrieb (v.l.): Dietmar Klenk, Technischer Leiter der Herzo Werke GmbH, Abteilungsleiter Manfred Mehler, Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Herzo Werke GmbH und Bürgermeister German Hacker. © Foto: Eduard Weigert


Wasser-Lieferant ist die Eltersdorfer Gruppe mit den Stadtwerken Erlangen im Hintergrund, deren Verbundnetz bis ins wasserreiche Donau-Lech-Gebiet geht. Von der Eltersdorfer Gruppe wird, über langfristige Verträge gesichert, Wasser zusätzlich in die Hochzone der nördlichen Ortsteile eingespeist.

Um eine gleichmäßige Qualität zu erzielen, wird über eine neue Wasservermischungsanlage zugeführt.

Deren Bau in einem unscheinbaren Häuschen am "Alten Wasserwerk" wurde zum Jahresende 2018 begonnen und nun fertiggestellt. Vom "Alten Wasserwerk" aus wurde die Brunnengalerie im Dohnwald mit einer Transportleitung verbunden.

Die Vermischung erfolgt über ein Y-Rohr mit vorgeschalteten Hochleistungspumpen und digitaler Steuerung. Gemischt wird je zur Hälfte Wasser der Eltersdorfer Gruppe mit Wasser aus Eigenförderung.

Eröffnet wurde das Projekt, das Kosten von 750 000 Euro umfasst, von Bürgermeister German Hacker, Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Herzo Werke, Dietmar Klenk, dem Technischen Leiter der Herzo Werke und Abteilungsleiter Manfred Mehler. Die Vorteile, so erläuterten die Anwesenden vor Ort, bestehen zum einen in der Senkung der Eigenförderung von 600 000 Kubikmeter auf 300 000 bis 400 000 Kubikmeter. Dies bedeutet eine Schonung der Grundwasservorkommen Herzogenaurachs.

Chemische Parameter

Zum anderen ändern sich durch die Vermischung die chemischen Parameter. So sinkt die Wasserhärte von 27 Grad dH auf 21 Grad dH. Ebenso wird der Nitratwert gesenkt von rund 40 Milligramm/Liter auf etwa 25 mg/l. Der in der EU geltende Grenzwert liegt bei 50 Milligramm.

Bisher rann Wasser unterschiedlichen Nitratgehalts durch die Leitungen in Herzogenaurach. Mit der Mischanlage wird die Nitratbelastung für Herzogenaurach insgesamt in die Nähe des Schweizer Grenzwerts von 20 Milligramm gebracht. Damit wird der Qualitätsunterschied des für alle Herzogenauracher gleich teuren Trinkwassers ausgeglichen.

Im Gebiet der südlichen und nördlichen Ortsteile, auf der Herzo Base, im Schleifmühlgebiet und im Viertel um die Dambachstraße, der sogenannten Hochzone, wird das Wasser nun verbessert. Die Tiefzone um Obermichelbach oder Burgstall, Bezieherin von Eltersdorfer Wasser, das auch die Großstadt Nürnberg versorgt, bleibt unberührt. Die neue Wasservermischungsanlage wurde vor der Freischaltung umfangreichen Testläufen unterzogen. Bis Ende August wird das derzeit noch mechanisch gesteuerte System durch eine digitale Steuerung ersetzt. Die Anlage wird dann in das Netzmanagement-System eingebunden. 

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