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Kommentar: HEC bewegt sich auf ganz dünnem Eis

Erst Sparkurs, dann Nachkäufe: Kann die Rechnung für die Alligators noch aufgehen? - 08.01.2020 18:00 Uhr

Zu oft ausgerutscht: Mit viel Selbstbewusstsein können die Alligators (am Boden: Max Cejka) nicht in den Abstiegskampf gehen, aber immerhin geht es jetzt wieder bei Null los. © Sportfoto Zink/Wolfgang Zink


Zwei Ziele hatte die Führung des Höchstadter EC vor dieser Eishockeysaison ausgegeben: Zum einen sollten sich die Alligators mit einem kleineren und günstigeren Kader in der Oberliga, der dritthöchsten deutschen Klasse, behaupten. Und zum anderen sollte dieses Spieljahr dazu genutzt werden, den Verein finanziell zu konsolidieren, der immer noch an Altlasten zu knabbern hat.

Der sportliche Teil der Aufgabenstellung muss bisher großteils als gescheitert angesehen werden. Mit nur zwölf Punkten aus 32 Spielen der nun beendeten Hauptrunde wackelten die Panzerechsen der Konkurrenz sehr weit hinterher, auch wenn durchaus einige der Talente gefallen konnten. Aber als Gesamtheit war das Team zu schwach aufgestellt.

Das erkannte auch der Vorstand, der sich zunächst mit Torhüter Benni Dirksen sowie den Stürmern Mikhail Nemirovsky und Anton Seewald aus der "Konkursmasse" des EC Bad Kissingen bediente und dann auch noch den glücklosen Tschechen Michal Petrak durch den Letten Juris Upitis als Kontingentspieler ersetzte.

Dieses Quartett dürfte auch nicht für umsonst zu haben gewesen sein, aber laut Verein liege man da noch im Finanzplan. Es wäre auch fahrlässig gewesen, mit dem anfänglichen Kader in die Verzahnungsrunde zu gehen, denn die Top-Bayernligisten wären wohl für die unerfahrene und von zahlreichen Niederlagen gebeutelten Alligators zu stark gewesen.

Schon mit den drei Kissinger "Musketieren" war es aber leicht aufwärts gegangen, mit Upitis folgte der erste Sieg seit Anfang November und damit das Signal: "Wir können es noch!"

Ab Freitag wird sich zeigen, ob neben der finanziellen Konsolidierung auch Ziel eins noch zu schaffen ist – wenn auch auf Umwegen. Der Klassenverbleib wäre die Reifeprüfung für viele der Youngsters, die dann in einem zweiten Oberligajahr vielleicht schon einige Schritte weiter sind.

 

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