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Freitag, 07.08.2020

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Lourdes-Grotte als Zufluchtsort am Marienweg

Höchstadter Einkehrort wurde zu einem Teil des 1100 Kilometer langen fränkischen Pilgerpfads - 21.06.2020 08:00 Uhr

Die drei Bürgermeister der Stadt, die Grottenbaugruppe und viele Interessierte freuten sich trotz Regenwetters mit Stadtpfarrer Kilian Kemmer über die Station des Fränkischen Marienweges an der Höchstadter Lourdesgrotte.

© Foto: Benedikt Döring


Zwei große Routen umfasst der Marienweg: Die Ave-Maria-Wegführung erstreckt sich im nordöstlichen Franken mit 593 Kilometern, die Magnifikat-Strecke mit 466 Kilometern schlängelt sich durch das südwestliche Frankenland.

Die großen Wallfahrtskirchen in Vierzehnheiligen, Marienweiher oder das Zeiler Käppele gehören genauso zur Route wie die Obere Pfarre in Bamberg, die Nürnberger Frauenkirche, das Walberla an der Schwelle zur Fränkischen Schweiz oder der Auerbacher Pinzigberg an der Grenze zur Oberpfalz.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), eine Vielzahl von Wandervereinen mit ihrer Logistik für Wegekonzepte, kartografische Grundlagen, Übersichtskarten, Wanderführern und Werkbüchern sind an der Zusammenstellung des Fränkischen Marienweges genauso beteiligt wie die verschiedensten Tourismuszentralen und Tourismusverbände.

Gastronomische und kulinarische Hinweise bleiben nicht aus und wurden integriert. Der Aischgrund war ursprünglich großzügig ausgeklammert. Zwischen der Maria-Hilf-Kapelle des Klosters Schwarzenberg und der Schlüsselfelder Marienkapelle (Klein Mariazell) im Westen, der Gebetsstätte Heroldsbach im Osten und der Marien-Wehrkirche Hannberg im Süden gab es im Aischtal kein dezidiertes Ziel für den Fränkischen Marienweg.

Die Koordinatoren des Projektreferates im Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg sind dann jedoch durch den geistlichen Protektor der Marienwegsinitiative, Dekan Martin Emge (Forchheim), auf die Höchstadter Lourdesgrotte aufmerksam gemacht worden.

Die festliche Einweihung der Grotte durch den römischen Kurienkardinal Paul Joseph Cordes zusammen mit dem weltbekannten Tölzer Knabenchor im November vergangenen Jahres fand großes mediales Interesse, zog Kreise und weckte viel Interesse für diesen neuen Gebetsort.

Vor allem die Tatsache, dass dieses Projekt ausschließlich in Eigenleistung gebaut und der Pfarrei als Geschenk übergeben wurde, fand rundum Würdigung und Anerkennung. So gelangte auf den bis dahin blinden Fleck der Übersichtskarte mit der Höchstadter Lourdesgrotte eine Abzweigung an die Aisch auf den Fränkischen Marienweg.

Bei der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Gerald Brehm und seine beiden Stellvertreter Günther Schulz und Axel Rogner füllte sich die Gartenanlage in der Kleinen Bauerngasse trotz strömenden Regens. "Ein Beweis dafür, dass die Grotte schon längst zu einem Zufluchtsort für Ratsuchende und Menschen mit Gebetsanliegen geworden ist", so Brehm bei der Feier.

Jeden Abend seit 13. März, dem "Black Friday" für die Krisenzeit der Pandemie, versammeln sich an der Lourdesgrotte um 18 Uhr Menschen, um zu beten und Kerzen zu entzünden. Maiandachten und wöchentliche Freiluftgottesdienste besuchen mittlerweile zahlreiche Gläubige. Tatsächlich machen dort auch bereits Routengänger und Radfahrer des Fränkischen Marienweges Station und halten inne. Bei der Eröffnung der 40. Station dankte Stadtpfarrer Kilian Kemmer für die Einbeziehung der Lourdesgrotte und würdigte das Engagement der Familien Geier, Dorsch, Haas, Frey und Güssregen für diesen Ort, der "zu einem Gebetsmagneten" wurde. Prospekte des Fränkischen Marienweges sind im Tourismusbüro erhältlich.

nn

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