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Freitag, 18.10.2019

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Medwork baut neues Werk in Höchstadt

Medizintechnik-Firma investiert mehr als 5 Millionen Euro — Produktionsstätte für 100 Mitarbeiter - 27.03.2019 17:01 Uhr

70 Meter lang, 40 Meter breit und elf Meter hoch wird das neue Gebäude, das Medwork in Höchstadt plant. Mit der Fertigstellung rechnet das Unternehmen im September 2019. © Grafik: Medwork


"Die haben ja schon angefangen", bemerkten die Mitglieder des Bauausschusses mit Blick auf das Abschieben des Humus auf dem betreffenden Grundstück lächelnd, als sie am Montagabend über den Antrag der Firma Medwork zur Errichtung des neuen Werks entscheiden sollten — ohne Gegenstimme ging der Antrag durch, die Freude über die Erweiterung der Medizintechnikfirma war groß.

Denn verbunden mit dem Bau des neuen Werks, das 70 Meter lang, 40 Meter breit und elf Meter hoch wird, ist auch die Aufstockung der Mitarbeiterzahl. "Unser neues Werk ist langfristig auf einen Drei-Schicht-Betrieb mit bis zu 100 Mitarbeitern ausgelegt", teilte die Firma Medwork hierzu auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Der Mittelständler entwickelt und produziert seit 1998 medizintechnische Instrumente für die therapeutische Endoskopie. Zum Einsatz kommen die Medwork-Produkte bei Magen- und Darmspiegelungen.

Hergestellt werden sollen in dem neuen Werk metallische und Kunststoffkomponenten. Medwork kann auf diese Weise nicht einfach nur mehr der bisherigen Produkte herstellen, sondern weitet auch seine Fertigungstechnologien aus. Das heißt: Anstatt Teile anderswo produzieren zu lassen, "bündeln wir die Kompetenz am Standort Höchstadt", so die Firma.

Insourcing sei hierbei das Stichwort. Aufgaben, die bisher Fremdfirmen überlassen waren, erledigt das Höchstadter Unternehmen nun also selbst. "Dies gewährleistet die volle Kontrolle über die Produktqualität und Herstellprozesse und ermöglicht uns so, kurzfristig auf Marktveränderungen reagieren zu können", schreibt Medwork auf Anfrage.

In dem neuen Technologiezentrum für Automation, Robotik und Kunststoffspritzguss werden die Komponenten nicht nur hergestellt, sondern auch vollautomatisiert abgezählt, chargenrein verpackt und etikettiert.

Platz finden wird in dem Neubau auch die technische Ausbildung des Unternehmens, die neu gestaltet und weiter spezialisiert werden soll.

Baubeginn ist im April, mit der Fertigstellung rechnet die Firma im September diesen Jahres. Die Investitionskosten werden mit mehr als 5 Millionen Euro angegeben.

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