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Mittelschüler im Endspurt: Prüfungswoche um den Quali

Insgesamt treten 113 Buben und Mädchen der beiden Herzogenauracher Schulen an — Gute Chancen auf Lehrstellen - 02.07.2014 15:57 Uhr

Die Körbe hängen hoch, aber wohl nicht zu hoch für die Quali-Prüflinge. Unser Bild zeigt die Mathe-Prüfung gestern in der Liebfrauenhaus-Turnhalle. © Groh


Richters „staatlicher“ Kollege Heinz Pröll, Leiter der Mittelschule am Burgstaller Weg, pflichtet bei. Herzogenaurach, überhaupt der Landkreis, habe eine gute Struktur, eine starke Wirtschaft und entsprechend gute Lehrstellen-Angebote. Wer sich beizeiten umtut, so beide Schulleiter übereinstimmend, wer weiß, was er werden will, der habe beste Chancen auf dem klassischen Weg ins Berufsleben.

Den Wert der „besonderen Leistungsfeststellung zur Erreichung des qualifizierenden Abschlusses an der Mittelschule“, so der Originaltitel der Abschluss-Prüfung, beschreibt Heinz Pröll. Der Quali attestiere Qualität — und zwar die des Schülers, nicht die des Zeugnisses.

Der Rektor erlaubt sich den Hinweis, dass für den qualifizierenden Abschluss ein Prüfungs-Notenschnitt von 3,0 gefordert ist. „In Bayern gibt es kein Qualizeugnis mit 3,1, aber viele Mittlere Reifezeugnisse oder Abiturzeugnisse mit 3,5“.

Die Durchschnittsnote müssen sich die Mittelschüler in drei schriftlichen Prüfungen erarbeiten. Unbedingte Pflicht und bayernweit mit einheitlichen Aufgaben belegt sind die Fächer Deutsch und Mathematik. Die Prüfungen hierin fanden am Dienstag (Deutsch) und gestern (Mathe) statt. Für die dritte schriftliche Prüfung können die Schüler zwischen Englisch mit bayernweit gestellten Aufgaben und den Sachfächern Physik/Chemie/ Biologie bzw. Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde mit von der jeweiligen Schule gestellten Aufgaben wählen.

Wer schriftlich die 3,0 knapp verfehlt, hat nächste Woche noch eine Chance. In mündlichen Prüfungen kann man die Quali-Hürde noch nehmen.

Vorausgegangen sind den schriftlichen Prüfungen schon praktische Tests. Es gibt, so Michael Richter, in Wirtschaft/Technik/Soziales so genannte Projektprüfungen, bei denen Schüler in Gruppen Aufgaben lösen müssen, wie etwa einen „Bayerischen Abend“ auf die Beine stellen. Das geht dann vom Einkauf von regionalen Produkten für das bayerische Abendessen bis zum begleitenden Referat. Alles natürlich mit Dokumentation und Präsentation von Konzept und Durchführung.

Neben der klassischen Art der weiteren Qualifikation — einer Berufsausbildung im Dualen System — macht der qualifizierende Abschluss auch ein Trittbrett frei zum Aufspringen auf den M-Zug. Man kann — mit entsprechend gutem Quali-Schnitt — noch in die M 10 und nach einem Jahr die Mittelschule mit der Mittleren Reife beenden. Was wiederum die Tür zur Fachoberschule öffnen kann.

Am Burgstaller Weg, so Heinz Pröll, wird dies einigen der 68 Buben und Mädchen wohl glücken, die in der Mittelschule derzeit die Prüfungen ablegen. Im Liebfrauenhaus sind es laut Michael Richter 45, die am Montag angetreten sind. Diejenigen, die in die M 10 können und wollen, werden an den Burgstaller Weg wechseln. Der erste M-Zug des Liebfrauenhauses ist erst in der 8. Klasse angelangt.  

rg

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