Dienstag, 01.12.2020

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Programm #Levelup: Smartphone = Suchtphone?

97 Prozent aller Zwölf- bis 19-Jährigen besitzen ein Handy – und nutzen es zu intensiv? - 15.02.2020 07:00 Uhr

Hände und Handys sind eine fast schon unauflösliche Verbindung eingegangen. Deswegen ist es gerade in der Schule wichtig, sich mit dem richtigen und verträglichen Umfang mit Smartphones zu beschäftigen.

14.02.2020 © Foto: Mascha Brichta/dpa


"Ich hatte das Gefühl, dass bei uns das Thema Smartphone überhandnimmt, ständig müssen die Lehrer den Schülern die Handys, deren Nutzung in der Schule verboten ist, abnehmen."

Eigentlich habe er "nur" nach einem Referenten für einen entsprechenden Elternabend gesucht und dazu bei der Volkshochschule Herzogenaurach nachgefragt. Dessen Leiter Oliver Kundler habe ihm den Kontakt mit "neon" empfohlen – und so stieß er auf das neue Programm #Levelup.

Große Bandbreite

Aber was genau ist eigentlich #Levelup? "Die ausgewählten Schulen können im Vorfeld eine Auswahl von zwei Modulen aus verschiedenen Themenbereichen treffen", erklärt Sophie Marx von "neon".

Die Bandbreite reiche von Videospielen über Smartphone, Drogen, Alkohol, Nikotin bis hin zu geschlechtsspezifischen Workshops. In der Mittelschule haben sich die Lehrer und Schüler für die Themen Smartphone und Cybermobbing entschieden.

Wichtige Funktion

Das Programm beginnt mit einer Lehrerfortbildung und einem Elternabend. "Die Eltern haben eine ganz wichtige Funktion, weil sie ihre Kinder unterstützen können und sollen", so Marx. Sie war dann an der Mittelschule von Dienstag bis Freitag jeden Vormittag im Einsatz und hat nacheinander den Unterricht in der 7., 8. und 9. Jahrgangsstufe übernommen.

Referentin Sophie Marx: „Es lief alles wunderbar, die Schüler waren sehr offen und engagiert und haben toll mitgemacht.“

14.02.2020


Dabei will sie das Smartphone gar nicht verteufeln. "Das ist ein hilfreiches Instrument, aber ein bewusster Umgang damit ist eben wichtig", betont Sophie Marx. Ein Suchtpotenzial sei durchaus vorhanden, außerdem gehe es um die Inhalte – wie viel Zeit verbringen die Schüler im Netz, was schauen sie sich an, wie formulieren sie Nachrichten.

Die Workshops sind laut Marx "sehr interaktiv" aufgebaut, die Schüler bekommen Input mit verschiedenen Methoden, etwa mit Spielen oder einem Quiz. "Es geht darum, ins Gespräch zu kommen und daran zu arbeiten, was den Schülern selbst am Herzen liegt."

Daumen hoch

Rückblickend spricht Sophie Marx der Mittelschule ein großes Lob aus. "Es lief alles wunderbar, die Schüler waren sehr offen und engagiert und haben toll mitgemacht. Hoffentlich haben sie auch was mitgenommen." Das kann Helmut Nicklas bestätigen. "Ich habe von allen nur ,Daumen hoch‘-Rückmeldungen bekommen." Er möchte thematisch auf jeden Fall am Ball bleiben.

Übrigens: Auch die Herzogenauracher Realschule hat sich beworben und den Zuschlag für #Levelup erhalten. Dort freut man sich auf die Projektwoche ab 17. Februar.

JEANETTE SEITZ

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