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„Pumas“ stürmen mit Stübing ins Glück

Aufsteiger FC Herzogenaurach startet mit einem 2:1 gegen Poxdorf, hätte aber höher gewinnen müssen - 15.08.2011 13:13 Uhr

Kaum zu glauben, aber wahr: Das wurde kein Tor, der ansonsten überragende FCH-Neuzugang Eric Stübing scheitert hier freistehend an Poxdorfs Keeper Felix Obenauf.

14.08.2011 © Günter Distler


Dass es am Ende der schweißtreibenden 90 Minuten nur zu einem knappen 2:1 reichen sollte, haben sich die FCH-Kicker allerdings selbst zuzuschreiben, die sich vor allem in der zweiten Halbzeit den Luxus mehrerer vergebener Großchancen leisteten, so dass manche der heimischen Anhänger nach dem 1:2-Anschlusstreffer der nie aufsteckenden Gäste in der 62. Minute befürchtete, man würde am Ende doch mit leeren Händen oder nur einem Pünktchen dastehen.

Den besseren Start gegen anfangs nervös agierende Pumas erwischten die Poxdorfer, die Pech hatten, dass bereits in der 1. Minute der plötzlich freistehende Thomas Kießling aus kurzer Entfernung das Kunststück fertigbrachte, das Leder über den gegnerischen Querbalken zu setzen. Dass der FC über ausgezeichnete, weil schnelle und technisch starke Angreifer verfügt, deutete sich in der 9. Minute zum ersten Mal an, als Michael Thomann den Ball knapp am linken Pfosten der Poxdorfer vorbeisetzte.

Blitzgescheite Konter

Nachdem die Anfangsnervosität abgelegt war, zeigte der Aufsteiger, warum er in der Kreisklasse so überragend agiert hatte. Die Pumas fuhren in der Folgezeit ihre Krallen aus, überraschten die nicht immer sicher stehende Gästeabwehr mit schnellen und blitzgescheit angesetzten Kontern, die in der 21. Minute zum 1:0 führten, als der nie in den Griff zu kriegende Neuzugang Eric Stübing (er kam vom ASV Niederndorf) eine Traumkombination über Nick Maschke zur Führung abschloss.

Setzte Stübing unmittelbar danach in der 22. Minute den Ball noch an den Pfosten, so hämmerte er in der 24. Minute das Leder nach feinem Zuspiel von Thomann zur hochverdienten 2:0-Pausenführung in die Maschen des gegnerischen Gehäuses. Hätte der Gastgeber seine weiteren Chancen in der Folgezeit verwertet, die Partie wäre schon in der ersten Halbzeit entschieden gewesen.

So sollte es in den zweiten 45 Minuten spannend werden, denn die Gäste hatten noch lange nicht aufgegeben, drängten nach der Pause mächtig auf den Anschlusstreffer, den sie dann zu Recht in der 62. Minute erzielen sollten, als Christoph Reck die FC-Abwehrspieler wie Slalomstangen stehen ließ und unhaltbar für den tüchtigen Keeper Florian Peter verkürzte.

Was danach folgte, muss unter die Rubrik „fahrlässiges Vergeben von Torchancen“ abgelegt werden. In der 77. Minute wollte der FC den Ball ins Tor tragen und in der 87. Minute brachte Stübing das Kunststück fertig, freistehend den Ball aus kurzer Entfernung nicht ins Tor, sondern darüber zu setzen, so dass die in der ersten Halbzeit hoch zufriedenen FC-Anhänger bis zum Schluss zittern mussten.

Fazit: Eine couragierte Leistung der Pumas, die mit ihrem erfrischenden Angriffspiel für Belebung in der Kreisliga sorgen sollten. Allerdings gab es für den Aufsteiger auch eine Hiobsbotschaft in der vergangenen Woche: Künftig muss er auf seinen etatmäßigen Stürmer Christian Zenger verzichten: Er wurde als Physiotherapeut vom 1. FC Nürnberg verpflichtet – und sein Vertrag untersagt es ihm, weiter selbst Fußball zu spielen.

FC Herzogenaurach: Peter, Wilk, Ciupka, Bauer, Burkhardt, Schleicher, Reinhardt, Thomann, Stübing, Sill, Maschke (Einwechslungen: T. Zenger, Peetz, Mo).

Poxdorf: Obenauf, Kauschke, Dachwald, Ismeier, Eichinger, Müller, Eigner, Benesch, Kießling, Thiemann, Reck (Einwechslungen: Niebler, Neuner, Serban-Ludwig).

VON JOCHEN FICHTELMANN

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