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Schachclub Höchstadt: Zwölfjähriger mildert die Trauer

Bitterer Abstieg für beide Teams des Schachclubs Höchstadt – aber das Ausnahmetalent Jan Bieberle macht Hoffnung. - 11.04.2019 18:07 Uhr

Jan Bieberle lehrte bei seinem ersten Einsatz in der Regionalliga die Konkurrenz gleich das Fürchten – im zarten Alter von zwölf Jahren.


Nach einem deutlichen 2,5:5,5 gegen den TSV Rottendorf geht es zurück aus der Regionalliga Nord-West zurück in die Oberfrankenliga. An der Spitze gab es eine Überraschung, denn der Kronacher SK steigt als Meister in die Landesliga auf. Dank zweier hauchdünner Siege am achten und neunten Spieltag wurden Bad Neustadt, Bamberg II und Marktleuthen auf Rang zwei bis vier verwiesen. Der SC Höchstadt I muss als Tabellenletzter der Zehnerliga absteigen. 4:14 Mannschaftspunkte waren einfach zu wenig. Auch Seubelsdorf (5:13) muss zurück in die Oberfrankenliga.

Die Höchstadter traten ersatzgeschwächt an – krankheitsbedingt fiel kurzfristig noch Spitzenspieler Peter Seidel aus, deshalb spielte man nur zu siebt. An allen Brettern waren die Rottendorfer nominell überlegen. Mannschaftsführer Holger Schwarzmann und Ersatzspieler Norman Bauschke mussten vor der Zeitkontrolle aufgegeben – und das einzige Remis steuerte Oliver Mönius bereits nach 16 Zügen bei. An Brett 1 und 2 kämpften Christian Koch und Tobias Schwarzmann rund 50 Züge lang und mussten im Endspiel doch resignieren.

Zwei sehenswerte Siege versüßten den Höchstadtern allerdings die Heimreise. An Brett 8 spielte der zwölfjährige Jan Bieberle groß auf. Er eroberte früh einen Läufer, verhinderte alle Mattangriffe und machte auch im Endspiel starke Züge. Bei seinem ersten Einsatz für Höchstadts "Erste" setzte er gleich ein Ausrufezeichen. Michael Brunsch sorgte nach fünfeinhalb Stunden für den Schlusspunkt, er zwang seinen Gegner nach 64 Zügen im Läufer-gegen-Springer-Endspiel zur Aufgabe.

Bester Höchstadter Spieler in der Saison ist Alexander Mönius mit 4,5 Punkten aus acht Partien, in Rottendorf fehlte er jedoch.

Bezirksliga West Oberfranken

Auch der SC Höchstadt II muss mit 6:12 Mannschaftspunkten als Siebter absteigen und den Weg zurück in die Kreisliga Bamberg antreten. Aus der Bezirksliga steigen zudem Steinwiesen (6:12), Mönchröden (5:13) und Kronach II (3:15) ab. Der SSV Burgkunstadt (15:3) steigt als Meister in die Oberfrankenliga auf.

Zum Saisonabschluss gab es für die ersatzgeschwächten Höchstadter bei Concordia Strullendorf kaum Zählbares zu holen. Nur ein hoher Sieg hätte den Klassenerhalt gebracht. Vier Unentschieden und vier Niederlagen bedeuteten eine 2:6-Auswärtsschlappe. Die Remis sammelten Reiner Schulz, Horst Schulz, Robert Koch und Siegfried Warschak. Janusz Gorniak, Alfred Götzel, Wolfgang Paulini und Rüdiger Roppelt verloren hingegen.

Die erfolgreichsten Höchstadter über die Saison hinweg sind Alfred Götzel und Horst Schulz mit vier Punkten aus sieben Partien.

In der kommenden Saison, die ab Oktober beginnt, wollen beide Höchstadter Mannschaften wieder oben mitspielen. Der direkte Wiederaufstieg ist jedoch eine große Herausforderung – denn nur der Meister steigt auf.

sd

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