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Schönheitskur für Schlüsselfelder Wache

Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) baut um und erweitert — Im Juli 2019 soll die Einweihung gefeiert werden - 13.12.2018 07:00 Uhr

An die Neuzeit angepasst wird derzeit die Fahrzeughalle der JUH-Rettungswache. © Foto: Patrizia Renninger


Inzwischen laufen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, um die Gebäude und das Gelände fit für die Zukunft zu machen. Rettungsdienstleiter Andreas Dennert bedauert zwar, dass durch den Umzug der Feuerwehr in deren neues Feuerwehrhaus die direkte Nähe zu den Kollegen wegfällt, es überwiegt jedoch die Freude über den Umbau: "Unsere alte Fahrzeughalle wurde bereits 1984 gebaut, damals hatten die Rettungswagen noch ganz andere Maße. Die Räume sind einfach viel zu eng und nicht mehr zeitgemäß."

Neue Fenster und Türen

Das gelte auch für das Gerätehaus, das 1969 errichtet wurde und stark renovierungsbedürftig ist. Bereits seit mehreren Wochen laufen die Umbauarbeiten: Neue Fenster, neue Türen, neue Garagentore, neue Wasser- und Heizungsleitungen – die Liste ist lang. Einweihung soll im Juli 2019 gefeiert werden, im Rahmen der 50-Jahrfeier des Regionalverbandes Oberfranken der JUH, der 1969 mit der Gründung der "Johanniter Helferschaft" ihren Anfang nahm.

Doch nicht nur die Mitarbeiter werden vom Umbau profitieren – sie freuen sich auf mehr Platz zum Beispiel durch den Bau neuer Umkleiden und auf eine modernere Einrichtung, auch für die Bürger der Region ist die Sanierung der Wache wichtig: "Durch die neue Fahrzeughalle mit den schnelllaufenden Toren werden sich zum Beispiel auch unsere Ausrückzeiten verbessern, das heißt: Im Notfall sind wir schneller vor Ort und Sekunden können bei solchen Einsätzen entscheidend sein", so Andreas Dennert.

Untergebracht werden in der "neuen" Wache auch die Fahrzeuge der Bevölkerungsschutzeinheiten der JUH. Bei Ereignissen wie kürzlich dem großen September-Sturm Fabienne sorgen diese Einheiten für den Transport von Personen zu Notunterkünften, für die Betreuung von betroffenen Personen sowie die Einsatzleitung vor Ort und die Erkundung von schwierigem Gelände.

Auch für die Zukunft haben die Johanniter mit dem Kauf des Geländes in der Batschkastraße vorgesorgt: "Die zusätzliche Fläche sichert und festigt den Bestand der Wache langfristig", so Darius Götsch, Mitglied im Regionalvorstand der oberfränkischen Johanniter: "Sollten sich die Anforderungen noch einmal wesentlich ändern, dann ist auf dem Grundstück in Zukunft auch ein Neubau möglich, sodass unsere Wache der Bevölkerung rund um Schlüsselfeld auch in Zukunft dienen wird." Aktuell ist die Rettungswache der JUH in Schlüsselfeld eine von über 300 Rettungswachen in Bayern. 16 hauptamtliche und noch einmal so viele ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen dafür, dass verletzte oder erkrankte Menschen im Notfall schnell versorgt werden.

2017 rückte das Team der Rettungswache zu mehr als 900 Notfall- und Notarzteinsätzen aus und führte über 1500 Krankentransporte durch. 2018 ist die Zahl der Krankentransporte noch einmal gestiegen und wird bei etwa 2000 liegen.  

pr

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