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Sonntag, 29.11.2020

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So sieht es in den Herzogenauracher Kanälen aus

Im Finanzausschuss wurde ein Zustandsbericht vorgestellt - 22.10.2020 07:00 Uhr

Kamerabefahrungen zeigen den Zustand des Kanalnetzes.

21.10.2020 © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Über erste Ergebnisse berichtete Andreas Zacherl vom Ingenieurbüro GBI dem Haupt- und Finanzausschuss. Das städtische Kanalnetz hat eine Länge von rund 200 Kilometern. Mehr als doppelt so lange, über 400 Kilometer, sind die Leitungen für die privaten Hausanschlüsse. Alle zehn Jahre muss das städtische Kanalnetz untersucht werden – eine kommunale Pflichtaufgabe. Benutzt von GBI wird moderne Scan-Technologie, mit der das Innenleben des Rohrsystems abgeschwenkt werden kann und damit bessere Sanierungsentscheidungen möglich seien, so Andreas Zacherl.

Pro Jahr werden rund 22 Kilometer im Stadtgebiet befahren. 2019 war die Firma Karei für die Hauptleitung und die Schächte beauftragt, schaffte das Arbeitssoll jedoch wegen Corona erst im März 2020, sodass diese Arbeit erst 2021 abgeschlossen werden kann.

Am Beispiel eines Kanalbildes aus der Kantstraße, wo eine Erneuerung dringlich wird, erläuterte Zacherl Schadensbilder. Neuerdings werde versucht, Reparaturen mit Kunststofffüllungen ("vergleichbar einer Zahnarztfüllung") vorzunehmen, um offene Baustellen wie etwa in der Cyprianstraße/Störcherstraße, wo der Kanal auf Fels liegt, zu vermeiden. Eingesetzt wird ein Fräsroboter.

Kosten im Haushalt eingepreist

Bürgermeister German Hacker ergänzte, die Kosten für die Kanalsanierung Kantstraße seien bereits im Haushalt der Stadtentwässerung eingepreist. Retta Müller-Schimmel (Bündnisgrüne) erwähnte, Hausbesitzer sind für ihren Hausanschluss zuständig. Die Länge von Hausanschlüssen ist sehr unterschiedlich, je nach Grundstück, und kann von ein paar Meter im Reihenhaus bis zu ein paar hundert Meter bei einem Gehöft reichen.

Nur bis zur Grundstücksgrenze werde untersucht, erläuterte Zacherl ferner. Christian Bendler, Leiter des Sachgebiets Tiefbau im Rathaus, ergänzte, gravierende Schäden würden den Hausbesitzern mitgeteilt. Eine systematische Information wäre überfordernd. 70 bis 80 Prozent der Leitungen auf Privatgrund wiesen Undichtigkeiten bei Muffen oder durch Wurzeln auf.

EDITH KERN-MIEREISZ

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