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Freitag, 19.07.2019

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TV Adelsdorf soll neue Tennisplätze bekommen

Der bisherige Standort ist aus verschiedenen Gründen suboptimal - 12.07.2019 14:57 Uhr

Die drei Tennisplätze des TV Adelsdorf grenzen direkt an den Bauhof an, nun sollen sie verlegt werden. Der angedachte neue Standort liegt allerdings im Hochwassergebiet der Aisch, was die Sache etwas kompliziert macht. © Foto: Niko Spörlein


Bekanntlich sind die Tennisplätze in Adelsdorf "eingebettet" zwischen der Wohnbebauung entlang der Erlanger Straße, den Erweiterungsbauten des Bauhofes und dem Edeka-Markt. Ganz so einfach komme man nicht zu diesen Plätzen, ein kleiner Weg vorbei am Leergutlager des Lebensmittelmarktes und vorbei an den Hackschnitzelvorräten führt zu den Plätzen, was für den Verein mit seinen aktuell 220 Mitgliedern und acht Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen, mehr als ungünstig sei.

Der Grund der alten Tennisplätze sei im Eigentum der Gemeinde, fuhr Fischkal fort, weshalb man sich mit dem TVA in Sachen "Umverlegung" der Plätze schon kurzgeschlossen habe. Die "neuen" Tennisplätze, auch drei an der Zahl, könnten in unmittelbarer Nähe zum TVA-Vereinsheim hinter der Hackschnitzelheizung im Bauhof gebaut werden.

Allerdings sei diese Wiese Hochwassergebiet. Der frei gewordene Platz könnte dann als Verfügungsfläche für eine Bauhoferweiterung hergenommen werden, so Fischkal. Zur Sitzung hatte der Bürgermeister auch Herbert Borck, den Vorsitzenden des TVA, eingeladen, der die angedachte "Umsiedlung" begrüßte. Schließlich höre man von Gastmannschaften ab und an, dass man in Adelsdorf beim "TV Bauhof" um Punkte spiele.

Der Neubau der Tennisplätze gleich neben dem bestehenden Tennisplatz am Vereinsheim würde dafür sorgen, dass man vier zusammenhängende Plätze habe. Da aber die neuen Tennisplätze im Hochwassergebiet in den Aischwiesen entstehen würden, habe man im Vorfeld das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg eingeschaltet, berichtete der Sitzungsleiter. Dort sei man zu der Auffassung gekommen, dass die Tennisplätze an der neuen Stelle "schwierig, aber nicht unmöglich" zu verwirklichen seien. Fischkal sprach von einem "Neun-Punkte-Katalog", der vom WWA gefordert werde.

"Ungünstig und problematisch"

"Das ist aber ein sehr ungünstiger und problematischer Standort", meldete sich Sabina König (Grüne). Andreas Dittner (FW) sprang ihr zur Seite und mahnte, dass im Hochwassergebiet keinesfalls Erdreich aufgeschüttet werden dürfe. In Aisch, so Dittner, seien die beiden Tennisplätze in den Aischwiesen jährlich überschwemmt: "Dann werden halt auch die neuen Plätze überschwemmt." Andreas Maier (CSU) sprach von einer "wasserwirtschaftlichen Glanzleistung", begrüßte aber die Platzverlegung zugunsten einer Bauhoferweiterung. Auch Norbert Birkner (FW) konnte sich für die Verlegung erwärmen, fragte aber, wer das Ganze bezahlen solle. Diese Frage könne derzeit noch nicht beantwortet werden, entgegnete Fischkal. Vielmehr brauche er einen Handlungsauftrag vom Bauausschuss, damit der Städteplaner Matthias Rühl mit der Umverlegung ins Hochwassergebiet vertraut gemacht werden könne. Dem stimmten die Ausschuss-Mitglieder einstimmig zu; König wollte im Protokoll festgehalten haben, dass sie nur "unter Vorbehalt" zustimme. 

NIKO SPÖRLEIN

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