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Verband bestätigt: Höchstadter EC kann Oberliga spielen

Der HEC hält sportlich die Klasse, wirtschaftlich bleiben aber noch viele Fragen offen - 02.04.2020 13:14 Uhr

Applaus, Applaus: Die Alligators dürfen auch kommende Saison wieder Oberliga spielen. © Thomas Hahn


Das vorzeitige Saison-Aus wegen der Corona-Pandemie hat die Höchstadt Alligators so hart getroffen wie viele andere Eishockey-Vereine auch. Durch den Ausfall der Playoffs fehlte dem HEC ein Betrag von etwa 30.000 bis 40.000 Euro, den der Verein versucht durch Spenden und Sponsoren auszugleichen.

Zu den finanziellen Sorgen kam bislang auch eine sportliche Ungewissheit: Der Deutsche Eishockey-Bund hatte die Saison in den Oberligen beendet und dabei auch Auf- und Abstieg ausgesetzt. Die Zusammensetzung der Ligen in der DEL und der DEL2 wird also in der kommenden Spielzeit die gleiche sein wie in dieser Saison. Bei den Verantwortlichen des HEC gab es zunächst trotzdem noch einen Rest Unsicherheit darüber, inwiefern das die Oberligen betrifft: Denn zum Zeitpunkt des Saisonendes spielten die Alligators in der Verzahnungsrunde zwischen Ober- und Bayernliga und damit nicht im Bereich des DEB, sondern des Bayerischen Eissport-Verbandes (BEV). 

Freude und ein großes Aber

Doch der Bundes-Verband sorgt nun für Klarheit: „Das Aussetzen von Auf- und Abstieg bedeutet für den Höchstadter EC, dass er sportlich in der Oberliga bleibt“, teilte der DEB auf Anfrage der Nordbayerischen Nachrichten mit. Man verfahre bei den Oberligen analog zu DEL und DEL2. Die maßgeblichen Verantwortlichen im Verein wüssten darüber auch bereits Bescheid. Allerdings fehlte bislang wohl eine schriftliche Bestätigung, so HEC-Sportvorstand Jörg Schobert.

Beim HEC freut man sich, dass es diese nun gibt. "Grundsätzlich ist es für uns natürlich eine gute Nachricht, dass der Verbleib in der Oberliga nun auch offiziell ist", teilt Pressesprecherin Caroline Hauke mit. 

Es folgt aber ein großes Aber: "Was das allerdings für die kommende Saison tatsächlich bedeutet, steht noch in den Sternen." Für den HEC stellt sich wie wohl für viele Vereine die Frage nach der Finanzierbarkeit der Oberliga nach dem vorzeitigen Saisonaus und der Corona-Krise, die auch viele Sponsoren in Nöte gestürzt hat, besonders. "Kaum ein Verein ist in der Lage seine Finanzen für die kommende Saison einzuschätzen, viele kämpfen so wie der Höchstadter EC derzeit damit, überhaupt über die Runden zu kommen und nicht über den Sommer pleite zu gehen", so Hauke. 

Auswirkungen auf Lizenzverfahren offen

Ob sich das vorzeitige Saisonaus auch auf das Lizenzierungsverfahren auswirken wird, etwa indem die Anforderungen gelockert werden, dazu kann der Verband noch keine Aussage treffen. Das Oberliga-Zulassungsverfahren startet im April. Die Vereine haben sich bereits auf einen Transferstopp bis zum 30. April geeinigt, um sich auf andere wirtschaftliche Aspekte konzentrieren zu können. „Erst wenn das erledigt ist, können wir zuverlässig unser Budget für die kommende Saison und auch für die Mannschaftsplanung aufstellen“, teilte der HEC dazu bereits vor einigen Tagen mit. 

 

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