Sonntag, 17.11.2019

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Von Minnesang bis Jazzrock

Lilo-Kraus-Trio mit Harfe, Bluesharp und Kontrabass war ein buntes Blatt im Großenseebacher Herbst - 14.10.2019 14:00 Uhr

Die Bluesharp, gespielt von Chris Schmitt, eine Konzertharfe, gespielt von Lilo Kraus, und der Kontrabass mit Norbert Müller-Venus (v. l.): Diese Band gibt es nur einmal. Im Großenseebacher Herbst gastierte das Trio in der Kirche St. Michael.


In der St. Michaels-Kirche spielten die drei Musiker Lilo Kraus (Konzertharfe), Chris Schmitt (Bluesharp) und Norbert Meyer-Venus (Bass) in einer weltweit einmaligen Kombination. Denn "Tschaikowsky-Blues" und Improvisationen über Johann Sebastian Bachs "Präludium Nr. 1" gibt es in der Kombination von Bluesharp (Mundharmonika), Konzertharfe und Jazz-Kontrabass nur in Kraus Orchester.

Grenzgänger

Die musikalischen Grenzgänger bescherten den Zuhörern einen Ohrenschmaus vom Feinsten. "Es bleibt immer spannend. Bei jedem Konzert spielen wir neue Stücke und erfinden uns immer wieder neu", sagte Schmitt.

Mit Stücken wie "Baroque Flamenco" von Deborah Henson Conant, dem Jazzrock-Klassiker "Mercy, Mercy, Mercy" von Joe Zawinul, "Arabesque No. 1" von Claude Debussy oder "Antermoia" vom Südtiroler Ritter und Minnesänger Oswald von Wolkenstein jammten die drei Musiker durch den zweistündigen Abend.

"Musik ist Therapie. Ich würde gerne allen Musik auf Rezept verschreiben. Mit Musik gehen wir geschlossen dagegen an, was uns heute bedroht. So was darf nicht sein", sagte die Solo-Harfenistin Kraus in Bezug auf das jüngste Attentat in Halle.

Filiz Mailhammer

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