21°

Freitag, 19.07.2019

|

Vorbildlicher Dienst am Bürger

Die sechs Geehrten und ihre Verdienste um die Stadt Herzogenaurach - 14.12.2012 18:25 Uhr

Die Geehrten mit Bürgermeister German Hacker (hinten): Von links Gotthard Lohmaier, Schwester Laudolfa, Konrad Eitel, Edith Roppel, Manfred Braun und Antje Körner. © Roland Huber


Schwester Laudolfa Mayr erhielt die Stadtmedaille in Silber für ihr Wirken im Altenheim des Liebfrauenhauses. Dort war die heute 83-jährige gelernte OP-Schwester Leiterin der Station Josef I, zog sich aber nicht in den Ruhestand zurück, sondern ist bis heute fünf Tage in der Woche ehrenamtlich für die Bewohner da. Auch in der Sterbebegleitung ist die Ordensfrau tätig.

Ebenfalls für die Herzogenauracher Senioren engagiert sich Edith Roppel. Geboren 1938 in Adelsdorf in Schlesien ist die Wahl-Herzogenauracherin nicht nur Gründungsmitglied des Seniorenbeirats. Als Vorsitzende des Heimbeirats des Liebfrauenhauses hat sie 20 ehrenamtliche Helferinnen gewonnen, im Liebfrauenhaus und im Haus Martin Singkreise gegründet und die Kranken- und Sterbebegleitung in beiden Heimen initiiert. Die Singkreise haben sich als besonders wertvoll für die Betreuung Demenzkranker erwiesen.

Wie Edith Roppel erhielt Manfred Braun die Stadtmedaille in Silber. Der 65-jährige Rheinländer ist in Herzogenaurach — wohin ihn die Liebe führte — ein Multifunktionär. Der Sozialdemokrat sieht im sozialen Einsatz sein Hauptbetätigungsfeld, ist Vorsitzender und Motor der Arbeiterwohlfahrt. Maßgeblich beteiligt war Braun beim Aufbau des Seniorenbüros, das er bis 2010 auch leitete. Er ist Gründungsmitglied des Seniorenbeirats, der Musikinitiative und des Kunst- und Kulturvereins, dem er seit 2009 ebenfalls vorsteht.

Post mortem wurde dem im September verstorbenen CSU-Stadtrat Horst Körner die goldene Stadtmedaille verliehen — für 25 Jahre profilierte Stadtratsarbeit. Seine Witwe Antje Körner nahm die Ehrung entgegen. Körner war Sprecher der christsozialen Fraktion und besonders wegen seiner Kompetenz in Finanz- und Haushaltsfragen eine der prägenden Figuren in der Bürgervertretung und besonders im Ortsverband seiner Partei.

Ähnliches gilt für den SPD-Stadtrat Gotthard Lohmaier, der die gleiche Auszeichnung erhielt. Seine Ehrung würdigt unter anderem seine Verdienste um die Aufarbeitung der neueren Geschichte der Stadt. Lohmaier ist Ideengeber für den Kulturpreises, für die Agenda 21 und kritischer Mahner im Stadtrat.

Als „Meister der politischen Diskussion“würdigte der Bürgermeister namens des Stadtrats dessen dienstältestes Mitglied Konrad Eitel. Seit 1972 gehört der Sozialdemokrat diesem an, streitbar, diskussionsfreudig, schonungslos offen auch dem eigenen Lager gegenüber, dabei aber auch pragmatisch und kompromissbereit. Es ist, sagte Bürgermeister German Hacker, mehr als wichtig, dass es Politiker gebe, die wie Eitel den Finger in offene Wunden legen — auch in die des Bürgermeisters. 

rg

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Herzogenaurach