Donnerstag, 22.08.2019

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Zentbechhofen: Schulabbruch für neue Kita

In Zentbechhofen ist das alte Schulhaus bald Geschichte. - 14.08.2019 17:25 Uhr

Per Feuerwehrschlauch wird die alte Zentbechhofener Schule mit Wasser besprengt, damit beim Abbruch wenig – potenziell schadstoffbelasteter - Staub entsteht. © Foto: Edgar Pfrogner


Wie Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm beim Ortstermin auf der Baustelle verrät, wird alleine der Abbruch rund 250 000 Euro kosten. Weil nach den Worten des Fürther Architekten Fritz Wiesneth "praktisch alle alten Gebäude mit Schadstoffen kontaminiert" sind, das Zentbechhofener Schulhaus hier keine Ausnahme macht und der Abbruch daher gleichsam mit dem Sezierskalpell erfolgen muss. "Erst entkernen wir bis herunter zum Rohbau und entsorgen die heiklen Materialien fachgerecht, dann wird der Rest abgebrochen", erläutert Wiesneth die Vorgehensweise, die längst verbindlich vorgeschrieben ist – einen Altbau "mal eben zusammenzuschieben", ist 2019 aus Umweltschutzgründen nicht mehr zulässig.

Was sich in dem Gemäuer an Schadstoffen findet? Khalil Bardag, für die Bauuntersuchung zuständig, zählt auf: "Als Dämmmaterial wurden Asbest und KMF (Künstliche Mineralstoff-Faser) verwendet, die Wandfarbe war Schwermetall-haltig", erklärt Bardag.

Dennoch sei man unter dem Kostenansatz geblieben, betont Brehm. Problematisch sei nur, dass es Entsorgungsunternehmen gebe, "die manche Materialien nicht mehr annehmen", erklärt die Architektin Sabrina Wiesneth.

Im Zeitplan

Trotz der kosten- und zeitintensiven Entsorgungsmaßnahmen sei man mit dem insgesamt über 2 Millionen Euro (ohne die Abbruchkosten) teuren Kita-Neubau im Zeitplan, führt Gerald Brehm aus. Im benachbarten Kirchhof stehen bereits bezugsfertig die Container, in denen der Kindergarten bis zum Herbst 2021 unterkommen soll.

Laut Gerald Brehm ist die neue Kindertagesstätte, die auch mit Fördergeldern der Regierung von Mittelfranken gebaut wird, Teil eines Entwicklungs-Konzeptes für Zentbechhofen, zu dem unter anderem auch die Erschließung neuen Baulands für junge Familien gehört – die "Kunden" für die Kindertagesstätte kommen im Idealfall aus dem Höchstadter Ortsteil, wie überhaupt als Zielgruppe in erster Linie die Zentbechhofener angesprochen sind.

Die Trägerschaft für die Kita geht 2021 von der Katholischen Kirchenstiftung Zentbechhofen auf die Stadt Höchstadt über. 

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