Mit.Menschen: Dagmar Wöhrl - So wurde aus der Schönheitskönigin der DHDL-Star

Franziska Holzschuh
Franziska Holzschuh

Leitung Lokalredaktion Nürnberg

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1.10.2020, 05:49 Uhr
Dagmar Wöhrl spricht über ihr Leben im Podcast Mit.Menschen.

© picture alliance/dpa Dagmar Wöhrl spricht über ihr Leben im Podcast Mit.Menschen.

Denn besonders am Herzen liegen der 66-Jährigen ihre Ehrenämter: Als Vorstandsmitglied von Unicef Deutschland setzt sie sich für Kinderrechte ein, ebenso in der in Gedenken an ihren verstorbenen Sohn gegründeten Emanuel-Wöhrl-Stiftung. Es gebe für sie nichts schöneres und erfüllenderes als diese Arbeit, sagt Wöhrl.

Bekannt ist Wöhrl aktuell durch ihr Engagement in der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen", in der Start-up-Gründer um das Invest eines Löwen pitchen. Dort sitze sie aber keinesfalls als Einzelperson, betont Wöhrl. Ihr Mann Hans-Rudolf und Sohn Marcus sind bei den Aufzeichnungen oft dabei. Denn ihre Invests tätigt die Nürnbergerin im Rahmen des Familienunternehmens. Corona habe das doch sehr stark getroffen: "Die Zahlen werden nicht mehr so kommen, wie sie gewesen sind. Es sind sehr starke Einschnitte hinzunehmen." Wie gefährlich werde Corona für das Unternehmen? "Das muss man sehen", sagt Wöhrl.

In allem begleitet sie ihr Mann Hans-Rudolf, er sei ihr Stabilitätsanker, sagt die 66-Jährige im Podcast Mit.Menschen und erinnert sich daran, wie sie ihn auf einer Flugreise nach Paris kennenlernte. Familie sei ihr ohnehin sehr wichtig: Als Kind sei sie in einem Mehrgenerationenhaushalt groß geworden. Ihre "Omi" habe sich viel um sie gekümmert. Sie sei eine besondere Frau gewesen, die sie sehr geprägt habe. "So eine wie sie gibt es heute wohl nicht mehr."

Ihren Weg erkämpfte Wöhrl sich auch gegen Widerstände. In der CSU, in der sie Karriere machen sollte, habe es Vorbehalte gegeben, erzählt die 66-Jährige. "Du bist eine Frau, also machst du Familienpolitik", habe es geheißen. Sie jedoch habe sich für Wirtschaftspolitik interessiert - später war sie in dem Bereich sogar als Staatssekretärin tätig. Feministin sei sie aber trotz ihres Werdegangs nicht. "Ich liebe es, wenn mir die Autotür aufgehalten wird", schwärmt sie. "Ich verstehe die Frauen nicht, die darauf verzichten wollen."


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