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Nach Testphase: Mittelfränkische Polizei bekommt Bodycams

Streifendienst und Einsatzeinheiten sollen damit ausgestattet werden - 12.08.2019 15:38 Uhr

Ab sofort soll auch die mittelfränkische Polizei mit derartigen Bodycams ausgerüstet werden. © .


Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, startet Polizeipräsident Roman Fertinger absofort mit dem Einsatz der Body-Cams in Mittelfranken. Die Beamten sollen damit noch besser vor Übergriffen geschützt werden, heißt es. Ab November 2016 führte die bayerische Polizei einen einjährigen Pilotversuch mit verschiedenen Bodycam-Modellen in Augsburg, München und Rosenheim durch.

"Bodycams" in Nürnberg: Deutlich weniger Attacken

Im Anschluss hat eine Projektgruppe die bayernweite Einführung vorbereitet. Insgesamt soll die bayerische Polizei mit 1400 Körperkameras ausgerüstet werden, die Auslieferung der Geräte soll bis Anfang 2020 abgeschlossen sein.

"Höhere Hemmschwelle"

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab die Geräte, die an Uniformen befestigt werden und Einsätze in Bild und Ton aufzeichnen können, bereits im März für den bayernweiten Einsatz frei. Die sogenannten Bodycams hätten sich hervorragend bewährt: "Aufgrund der deutlich erkennbaren Videoaufzeichnung besteht eine höhere Hemmschwelle, Polizeibeamte anzugreifen", erklärte Herrmann. "Wir erhoffen uns durch die Nutzung von Bodycams mehr Schutz für unsere Polizistinnen und Polizisten."

Die Kameras nehmen nicht automatisch alles auf. Sie können von den Polizeibeamten aber jederzeit aktiviert werden - "wenn eine Einsatz- oder Kontrollsituation zu eskalieren droht", erklärte Herrmann.

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri kritisierte den Einsatz von Bodycams bei der Polizei. Damit werde in die Grundrechte von Bürgerinnen und Bürger eingegriffen, weil jeder auf der Straße mit aufgenommen werden könne, sagte Petri dem Bayerischen Rundfunk.

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jm/dpa

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