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Mittwoch, 21.08.2019

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104 Schüler des Gymnasiums Parsberg erhielten ihre Abi-Zeugnisse

Zum letzten Mal vor seiner Verabschiedung trat Schulleiter Josef Gloßner ans Rednerpult - 01.07.2019 17:40 Uhr

Nach einem ökumenischen Wortgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Andreas und im Rahmen einer kurzweiligen Feier in der voll besetzten Mehrzweckhalle im Schulzentrum haben 104 Abiturienten am Gymnasium Parsberg ihre Zeugnisse bekommen. © Foto: Werner Sturm


 

Nach dem obligatorischen Fototermin absolvierten die festlich gekleideten Abschlussschüler im Beisein ihrer Eltern, der Lehrerschaft sowie vieler Gäste aus Politik und Wirtschaft ihren letzten Pflichttermin am Gymnasium.

Es wurde zurecht gefeiert: Allein 16 der jungen Frauen und Männer hatten einen Notendurchschnitt von 1,5 und besser erreicht. Vier Mal gab es die Traumnote 1,0.

Vor der Halle hatten viele Hände jede Menge damit zu tun, den Gästen bei der außergewöhnlichen Hitze Wasser zu reichen. Drinnen brachten Bigband und Schulband mit flotter Musik Schwung in die Bude. Die Schülersprecher Selene Fromm und Jonas Staudigl forderten ihre Schulkameraden auf: "Wir haben es geschafft, macht mal Lärm." Tosender Applaus war die Folge.

Der stellvertretende Schulleiter Willi Spangler sagte bei der Begrüßung: "Für unsere Abiturienten ist heute ein echter friday for future – ein Meilenstein in ihrem Leben."

Für die Landkreise Neumarkt und Parsberg gratulierte Landrat Willibald Gailler (CSU), der zum ersten Mal zu einer Abiturfeier nach Parsberg gekommen war. "Sie haben die höchste Qualifikation im bayerischen Schulsystem erreicht. Darauf können sie stolz sein", sagte Willibald Gailler und verwies darauf, dass die beiden Landkreise in den kommenden Jahren rund 32 Millionen Euro für die Generalsanierung des Gymnasiums in die Hand nehmen werden. Anerkennende Worte sprachen auch der Vorsitzende des Fördervereins Peter Schmid und die Elternbeiratsvorsitzende Sabine Götz. Letztere gab den Abiturienten mit auf den Weg: "Behalten Sie sich ihre Einzigartigkeit mit all Ihren Stärken und Marotten."

Zum letzten Mal vor seiner Verabschiedung in den Ruhestand trat Schulleiter Josef Gloßner ans Rednerpult. Er hatte Vorbilder herausgesucht, die für ihn wichtige Werte oder Leitbilder verkörpern. Figuren der Weltgeschichte wie die biblischen Propheten Jesaja oder Jeremia, aber auch große Gestalten der Moderne wie Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King und Pater Rupert Mayer nannte der Schulleiter.

Diese Charaktere hätten sich mit Leidenschaft für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, eingesetzt: für Frieden, soziale Gerechtigkeit, Versöhnung, Verzicht auf Rache, für Menschenrechte, gegen Ausbeutung, Kinderarbeit, Rassismus und vieles mehr.

"Ich denke, gerade unsere heutige Jugend – damit sind Sie gemeint – haben die Größe, sich für das Richtige einzusetzen, haben Leitbilder, an denen Sie ihr Tun ausrichten", sagte Gloßner zu den scheidenden Schülern. Er fuhr fort: " Haben Sie den Mut, die eigene Meinung zu sagen, halten Sie an den richtigen Werten fest, versuchen Sie, glaubwürdig zu sein und handeln Sie, wenn es nötig ist."

Danach gab es die langersehnten Zeugnisse. Auf einen Notendurchschnitt von 1,0 kamen Karin Christensen, Maike Urschel, Anastasia Mönch und Isabel Liepold. Strahlend begaben sich alle Abiturienten zum abschließenden Ballabend. 

WERNER STURM

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