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Alexander Dorr wieder gekürt

Die Freystädter CSU nominierte den Bürgermeisterkandidaten - 08.12.2019 13:56 Uhr


Mit 57 Ja-Stimmen ist der amtierende Rathauschef Alexander Dorr offiziell zum Bürgermeisterkandidaten der Freystadter CSU gekürt worden.

Bei der Nominierungsversammlung der CSU Freystadt erteilten zudem 55 der 59 Stimmberechtigten ihre Zustimmung für die Kandidatenliste, auf der von den aktuell neun Stadträten nur mehr zwei, Hans Kerl aus Freystadt und Anton Ferschl aus Jettenhofen, zu finden sind. Nicht mehr antreten werden der amtierende zweite Bürgermeister Rudolf Schiener (Burggriesbach), dritte Bürgermeisterin Roswitha Schick (Freystadt), Markus Engelmann (Thundorf), Xaver Großhauser (Rohr), Josef Lehmeier (Möning), Hans Schöll (Freystadt) und Ludwig Schöll (Forchheim).

Dorr, der vor sechs Jahren an die Stadtspitze gewählt worden ist, sagte, er sei 2014 mit dem Versprechen angetreten, Schwerpunkte in Kinder- und Seniorenbetreuung sowie Bildung zu setzen. Die Kinderbetreuung habe die Stadt gefordert, denn immer mehr unter Dreijährige benötigen einen KiTa-Platz und die Geburtenzahlen steigen. Man habe die KiTa in Sulzkirchen erweitert und sei derzeit mit dem Bau einer neuen, viergruppigen KiTa in Möning beschäftigt. Eine weitere KiTa unter evangelischer Trägerschaft sei voriges Jahr, zunächst in einer Container-Übergangslösung, in Betrieb genommen worden. Der Neubau der fünfgruppigen Einrichtung beginnt im Frühjahr.

Die Martini-Schule wird derzeit erweitert. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, die Grundschule Möning aufzugeben zugunsten der Einhäusigkeit in Freystadt, weil diese für die Kinder bessere Möglichkeiten bietet. Für die Gesamtmaßnahme sei man zu Anfang von Kosten in Höhe von 21,4 Millionen Euro ausgegangen. Neuere Prognosen liegen jetzt bei 26 Millionen Euro.

Am Seniorenzentrum habe man am Altbau Sanierungen vorgenommen. Der Pflegenotstand habe inzwischen auch diese Einrichtung erreicht. Wegen Personalmangel können derzeit nicht alle 79 Plätze belegt werden.

Die Ortsumgehung Rohr, die Oberbauverstärkung von Gemeindeverbindungsstraßen, die Sanierung von Innerortsstraßen oder der Breitbandausbau sind Aufgaben, die fortgeführt werden, ebenso die Stärkung der Wirtschaft. Die Ausweisung von Bau- und Gewerbegrund müsse wegen der Nachfragen weitergehen.

Dorr streifte weitere Themenfelder wie die Aufwertung der Spielplätze und Freibäder in Freystadt und Mörsdorf oder die Friedhöfe, in denen Urnenbestattungsmöglichkeiten eingerichtet wurden. Auch auf die Dorferneuerungen in Sulzkirchen und Burggriesbach und den Neubau eines Parkplatzen vor der Klostermauer Nähe Wallfahrtskirche sowie die Einstellung einer Jugendpflegerin zur Umsetzung des Kinder- und Jugendplans ging er ein.

"Wir haben die letzten Jahre gut gewirtschaftet und uns ein finanzielles Polster zugelegt. Das reicht aber nicht für die begonnenen Maßnahmen, deshalb müssen wir die nächsten Jahre Schulden machen, deren Rückzahlung aber bereits im Finanzplan festgelegt ist." Er kündigte an, dass auch die nächsten sechs Jahre große Herausforderungen auf die Stadt warten: Wasser, Abwasser, Klimawandel, Straßenbau und mehr stünden auf der Agenda.

Landrat Willibald Gailler sagte, Freystadt sei eine große Gemeinde, die gut in die Zukunft geführt werden müsse. Der Landkreis stehe gut da. Zu dieser Entwicklung leisteten die Gemeinden einen großen Beitrag.

"Politik wird gemacht. Wenn wir sie nicht machen, machen sie andere", sagte CSU-Kreisvorsitzende Susanne Hierl. "Es ist wichtig, dass sie mitmachen, man lernt viel dazu", animierte sie die Kandidaten.

Rudi Schiener, Christian Mader und Hans Schöll leiteten die Wahlen, bei denen Dorr mit 57 Ja-Stimmen und zwei ungültigen Stimmen zum Bürgermeisterkandidat gekürt wurde. Die Stadtratskandidaten wurden im Block nominiert. Von den 59 Wahlberechtigten stimmten vier mit Nein.

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