Am liebsten zuhause alt werden

7.6.2013, 07:00 Uhr
Barrierefreier Zugang ist wichtig.

Barrierefreier Zugang ist wichtig. © pfr

Ihre Basisstation haben die zehn Berater im Gesundheitsamt in Neumarkt. Initiatorin Karin Larsen-Lion dankt ihren zehn „Wabslern“, so kürzt sie das Wortungetüm „Wohnraumanpassungsberater“ ab. Alle haben eine Schulung absolviert; wer Hilfe bei der Neugestaltung braucht, kann einen der Berater um einen Besuch bitten.

Wenn etwa ein alter Mensch nach einem Schlaganfall aus dem Krankenhaus wieder in seine Wohnung zurückkehrt, „kann es sein, dass er das WC so nicht mehr benutzen kann, dass das Waschbecken am falschen Ort ist, dass eine bodengleiche Dusche notwendig wird“, nennt Projektkoordinatorin Larsen-Lion als Beispiel. Bei größeren baulichen Maßnahmen verweisen die Berater aber auf die Hilfe durch einen Architekten. Außerdem stehen sie den Betroffenen und den Angehörigen zur Seite, wenn es darum geht, Fördergelder zu beantragen und den Papierkram zu zu meistern.

Manchmal seien es kleine Dinge, die viel bewirken, ein Haltegriff etwa. Auch da sind die Berater kompetent. Im Team sind Fachleute aus den Bereichen Bau, Pflege, Nachbarschaftshilfe; „und sie haben einfach gesunden Menschenverstand“, umreißt Larsen-Lion die Kompetenzen.

Josef Meier, Altbürgermeister aus Sengenthal, macht mit und wirbt um weitere Berater, möglichst aus allen Gemeinden, und um viele Nutzer. Mit ihm sind nun Margit Bengl, Waltraud Benz-Kulka (beide Berg), Sieglinde Harres (Neumarkt), Kurt Martens (Breitenbrunn), Siegfried Mayer (Dietfurt), Peter Riedl (Postbauer-Heng), Petra Roll (Neumarkt), Walter Schenke (Postbauer-Heng) und Martha Thumann (Dietfurt) einsatzbereit.

Die Hausherren Dr. Heinz Sperber und Landrat Albert Löhner dankten Larsen-Lion und den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Kontakt: (09181) 470-512 oder gesundheitsamt@landkreis-neumarkt.de

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