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Mittwoch, 23.10.2019

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Amberg: Nutzer von Pornoseiten sollen zahlen

Einige Fälle von E-Mail-Nötigung im Landkreis Amberg-Sulzbach — Anzeigen erstattet - 17.01.2019 10:26 Uhr

Viele Nutzer von Pornoseiten haben ein schlechtes Gewissen. Das machen sich Betrüger zunutze. © Porno


Die Verfasser der E-Mails behaupten, dass der Empfänger, ob zutreffend oder nicht, auf pornografischen Seiten gesurft und in diesem Zusammenhang auch sexuelle Handlungen an sich vorgenommen habe. Weiterhin wird behauptet, der Computer sei "gehackt" worden und es existieren Videoaufzeichnungen der Handlungen.

Da man angeblich auch Zugriff auf sämtliche Kontaktdaten des Besitzers hat, wird gedroht, die kompromittierenden Aufnahmen an die Bekannten und Verwandten seines Opfers zu schicken. Um dies zu verhindern, soll der Besitzer des Computers eine größere Geldsumme in der virtuellen Währung "Bitcoin" bezahlen.

Vier solcher E-Mail-Adressaten aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis erstatteten Anzeige bei der Polizeiinspektion in Amberg. Die Forderungen bewegen sich dabei von einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro. Glücklicherweise ließ sich keiner der ausschließlich männlichen Adressaten auf das Ansinnen der Erpresser ein, so dass es auch zu keinem Vermögensschaden kam. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich aus Scham nur ein Teil der Betroffenen bei der Polizei meldet und es den Betrügern immer wieder gelingt, Geld von ihren Opfern zu erpressen.

Die Polizei rät: Antworten Sie nicht auf oben genannte E-Mail und löschen sie diese sogleich; gehen Sie keinesfalls auf die Zahlungsaufforderung ein; klicken Sie keine Links in der E-Mail an; führen Sie regelmäßig Updates der Software und Betriebssysteme durch; nutzen Sie aktuelle Anti-Viren-Software; führen Sie regelmäßig Datenbackups ihrer Daten vom Netzwerk auf getrennten Speichermedien (externe Festplatten) durch.

nn

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