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Montag, 20.05.2019

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Arnold Graf nimmt seinen Hut

Der Vorsitzende des Fördervereins tritt nach 15 Jahren im Amt ab - 18.04.2019 10:41 Uhr

Arnold Graf, der scheidende Vorsitzende der Freunde des Museums Lothar Fischer, hier bei einer Veranstaltung im Neumarkter Museum anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Einrichtung.


Nach 15 Jahren hat Arnold Graf sein Amt als Vorsitzender des Vereins der Freunde des Museums Lothar Fischer abgegeben. Sein Nachfolger ist Josef Frankerl, ehemaliger Rektor der Mittelschule West. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung hat Graf Bilanz gezogen.

"Wenn ich ins Museum ging, suchte ich dort Kunst, fand aber stets auch viele Freunde, Freude mit Neuen, Offenheit füreinander und auch Hilfestellung in persönlicher Notlage. Darum nenne ich unseren Verein statt Förderverein lieber Freundeskreis." Und dieser umfasse Mitglieder des Jahrgangs 1980 bis hin zum Jahrgang 1923.

2018 so viele Besucher wie noch nie

Eine Zahl macht ihn rückblickend auf die vergangenen 15 Jahre besonders stolz: "Die Zielmarke von 10 000 Besuchern pro Jahr wurde seit der Eröffnung des Museums sechsmal überschritten, davon viermal in den vergangenen vier Jahren."

2018 erreichte das Haus laut Graf "nicht zuletzt wegen Käthe Kollwitz" mit 12 112 Besuchern die höchste Besucherzahl überhaupt. Die Zahl der Mitglieder des Fördervereins ist von 54 im Gründungsjahr 2004 auf aktuell mehr als 450 Personen geklettert.

Von 2004 bis 2018 sind an Mitgliedsbeiträgen insgesamt 279 700 Euro und an Spenden 82 350 Euro eingenommen worden.

Für Kunstankäufe gingen derweilen 222 700 Euro drauf, für Kataloge, Plakate und Flyer nochmal 43 200 Euro. Die Ausgaben für die Museumsausstattung und Restaurierungen schlugen mit 56 900 Euro zu Buche.

Von Beckmann bis Kollwitz

Zahlreiche Ausstellungen hatte es in den vergangenen Jahren gegeben: Max Beckmann auf der SPUR (3790 Besucher), Davis Nash – Erst der Baum, dann die Form (4665 Besucher), Leunora Salihu – Lothar-Fischer-Preis 2017 (1940 Besucher), Käthe Kollwitz – Paare, verbunden in Liebe und Schmerz (5940 Besucher) und aktuell Sebastian Kuhn – fray samt der Sammlungspräsentation Lothar Fischer auf Papier.

Des Weiteren sind für die Saison 2019/20 geplant: Gustav Kluge – Druckstöcke und Holzdrucke, Gotthard Graubner – Farbe, Raum, Klang sowie Shinichi Sawada – Innen-Leben und Alfred Kremer mit Zeichnungen. Dazwischen soll noch von 4. bis 6. Juli 2019 der Bayerische Museumstag in Neumarkt mit Ausstellung sowie "Menno Fahl" (auf Initiative von Pia Dornacher und Heiko Graeve) von 13. Juni bis 7. Juli im Reitstadel gezeigt werden.

Zur Verabschiedung Arnold Grafs am Tag der Mitgliederversammlung war auch die Stifterin Christel Fischer auf Bitten des Kuratoriumsvorsitzenden E.-H. Pfleiderer gekommen.

"Sie hat sehr persönliche Worte gefunden und ziemlich alte Erinnerungen aufgefrischt", sagte Graf, der auch an die "durchaus schwierigen Umstände und harten Diskussionen beim Planen und Aufbauen des Museums Lothar Fischer" erinnerte.

"Ein wunderbares Bild"

"Umso größer ist heute die Freude über all dieses Gelingen und auch meine persönliche Freude über ein wunderbares Bild aus der Hand von Lothar Fischer", schloss Graf.

Er erinnerte zudem an die diversen Museumsfahrten von 2005 bis 2018: "Jedes Jahr ein neues Ziel zu Kunst und Architektur." Dieses Jahr soll es vom 10. bis 12. Mai nach Bad Frankenhausen, Halle, Eisleben und/oder Coburg gehen.

Arnold Graf sagte weiter: "Eine besondere Freude war jüngst das Gedenken an den 85. Geburtstag Lothar Fischers, zu dem der Freundeskreis eine gelungene Feier im Museum ausgerichtet hatte. So darf es weitergehen." 

nn

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