Gemeindefinanzen

Berg verabschiedet Rekordhaushalt

1.6.2021, 10:56 Uhr
Das geplante Baugebiet Richtheim-Straßfeld wird das größte Bauprojekt

Das geplante Baugebiet Richtheim-Straßfeld wird das größte Bauprojekt "ever" in der Gemeinde Berg.  Die finanzielle Abwicklung ist heuer der "prägende" Posten im Haushalt, so Kämmerer Thomas Stepper. © Gemeinde Berg

Deren Gesamtpaket beinhaltete Zahlen und Daten eines wiederum sehr erfolgreichen Geschäftsjahres für die Kommune. Der Ex-Kämmerer informierte aus dem wohlverdienten Ruhestand, der neue Geld- und Bilanzverwalter besprach das hochkarätige Gesamtpaket mit dem Gremium.

Bei der Gemeinderatssitzung im Sport-Kulturzentrum würdigte Bürgermeister Peter Bergler die Leistungen der Haushalt-Ersteller, und er dankte Otmar Donhauser, für die 42 Dienstjahre - nun wurde er in die Altersteilzeit verabschiedet. „Deren gemeinsame gute Arbeit bescherte uns einen Rekordhaushalt. Genau 38.169.078 Euro umfasst das Gesamtpaket - das bislang größte Volumen seit Bestehen der Großgemeinde“.

Ausgleich für Ausfall

Kämmerer Thomas Stepper informierte über die wichtigsten Merkmale: Der Verwaltungshaushalt umfasse gut 13,4 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt gut 24.7 Millionen Euro. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt (ohne Sonderrücklagen) sei dieses Jahr geringer und betrage noch 1,6 Millionen Euro. Die Gewerbesteuerumlage schlage sich mit 180.000 Euro zu Buche, als Ausgleich für die weggefallene Gewerbekapitalsteuer sei die Kommune mit 206.000 Euro beteiligt.

Die Schlüsselzuweisungen belaufen sich auf knapp 1,8 Millionen Euro, für die Kreisumlage werden der Gemeinde dieses Jahr gut 3,2 Millionen Euro „abverlangt“, der Höchstbetrag für Kassenkredite werde auf eine Million Euro festgesetzt.

Hebesätze unverändert

Worauf man erneut stolz sein darf: Der Schuldenstand betrage wiederum null Euro. Außerdem bleiben die Realsteuer-Hebesätze (Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer) unverändert bei 300 v. H.., liegen somit wiederum unter dem Landes- und Landkreisdurchschnitt.

Eine Feststellung des Kämmerers: Für den Vermögenshaushalt sei vor allem die Abwicklung des Neubaugebietes „Richtheim-Straßfeld“ im Haushaltsjahr 2021 das prägende Vorhaben. Wobei zu beachten wäre, dass wohl erst am Schluss des Haushaltsjahres 2022 mit den Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen gerechnet werden könne.

"Mit blauem Auge" durch die Pandemie

Die aktuelle finanzielle Situation der Gemeinde bezeichnete der Kämmerer aufgrund der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel als „gut“. „Wir können zufrieden sein“ –so Bürgermeister Peter Bergler- „wir sind trotz manch schwieriger Situation, bedingt durch die Corona-Pandemie, noch mit einem blauen Auge davon gekommen“. Die unausweichlichen Einbrüche wären überschaubar, der finanzielle Ist-Zustand immer noch erfreulich, die noch anstehenden großen und notwendigen Investitionen können ohne Schulden gestemmt werden.

Ein einstimmiges „Ja“ für Haushaltsplan und -Satzung, für Finanz- und Stellenplan war die Antwort der Fraktionssprecher Hans Bogner (FWG), Erna Späth (SPD), Hans Fürst (LBG, Susanne Hierl (CSU), sowie von Stefan Hass von „Die Grünen/Bündnis 90“. Das wichtige Dokument mit seinen Beschlüssen für das Haushaltsjahr 2021 tritt rückwirkend zum 1. Januar 2021 in Kraft.

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