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Bögl hadert mit der Staatsregierung

Unternehmer Johann Bögl rechnet mit Staatsregierung ab - 15.01.2014 12:30 Uhr

Die Bauunternehmung Bögl produziert und betreibt Windräder. © Fritz Etzold


Der geschäftsführende Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl wirft der Staatsregierung energiepolitische Konzeptionslosigkeit vor. Der bayerische Ministerrat hatte am Vortag angekündigt, durch die Absenkung der Einspeisevergütung, durch neue Abstandsregeln und durch ein Ende der Privilegierung der Bauvorhaben den Windrädern den Boden zu entziehen. Die Firma Bögl hatte nach der „Energiewende“ ihre Kapazitäten zum Bau von Türmen für Windkraftanlagen massiv ausgebaut und eigene Investitionsmodelle entwickelt.

Diese Entscheidungen des Kabinetts sind für Johann Bögl „der Beleg dafür, dass von Seiten der Politik scheinbar niemals ein echter Wille zu einer Energiewende bestanden hat und besteht“. Die so wohlklingenden Beschlüsse bedeuteten das „faktische Aus der Windkraft in Bayern“, so Johann Bögl. Viel schlimmer sei es, dass keinerlei konkrete Ideen zu einer Energiewende vorhanden seien.

Der Unternehmer rechnet mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer direkt ab: „Die Aussagen über den Zwist in der bayerischen Bevölkerung zu diesem Thema wurden maßgeblich durch den Ministerpräsidenten selbst im letzten Wahlkampf geschürt.“ Zum Argument der „Verspargelung“ dürfe man den Landkreis Neumarkt nicht mit anderen Regionen vergleichen, wo die Windkraft noch gar nicht angekommen sei und wo noch keinerlei Anzeichen für eine solche „Verspargelung“ vorhanden seien.

Gleichwohl setze die Firmengruppe Max Bögl darauf, sich mit innovativen Technologien bei erneuerbaren Energien „weltweit in einem Zukunftsmarkt positionieren“ zu können. Das „Ausbremsen“ durch die Staatsregierung sei nur eine Momentaufnahme. 

wdn

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