Donnerstag, 23.05.2019

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Burg Parsberg ist gut besucht - das Museum aber nicht

Hauptverwaltungsausschuss debattierte über Möglichkeiten der Attraktivierung - 16.03.2019 11:24 Uhr

Die Burg Parsberg ist ein Schmuckstück, das auch gut besucht wird. Nur ins Museum verirren sich zu wenige Besucher. © Werner Sturm


Festgestellt wurde, dass die Stadt in den letzten Jahren erheblich in das Burgareal investiert habe. Auch das Burgmuseum werde seit vielen Jahren vor allem durch großen ehrenamtlichen Einsatz immer weiter ausgebaut und habe mittlerweile einen überörtlich bedeutenden Standard erreicht.

Während jedoch Burgsaal und Burggarten seit dem Umbau einen sehr regen Zuspruch aus der Parsberger Bevölkerung und auch von Gästen von außerhalb erlebe, werde das Museum noch zu wenig angenommen, obwohl die Ausstellungen von außerordentlicher Qualität seien, Bildung vermitteln würden und auch noch Unterhaltungswert böten.

Geheimrezept Marketing

Diese Zurückhaltung in der eigenen Bevölkerung gegenüber dem Museum wolle man aufweichen. Die Fraktion schlug vor, dass mit dem Förderverein Burg/Museum, dem Leiter des Museums, der Stadtverwaltung und, soweit erforderlich, unter Inanspruchnahme eines entsprechenden Büros, ein wirkungsvolles Marketingkonzept ausgearbeitet werden solle.

Außerdem möge die Verwaltung mit dem Straßenbauamt über wirkungsvolle Hinweisschilder an der Staatsstraße 2234 Richtung Parsberg und am Bahnhof beraten. In die Überlegungen seien auch einfache elektronische Anzeigen mit aktuellen Hinweisen aufzunehmen.

Im zweiten Schritt seien in Sachen Öffentlichkeitsarbeit Aktivitäten nötig; für Hinweisschilder sollten Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, damit sie bald aufgestellt werden könnten. Der Ausschuss stimmte dem zu.

Bürgermeister Josef Bauer sagte beispielsweise: "Wir müssen die Werbetrommel rühren, denn auch die Schulen wissen nicht, was das Museum für den Unterricht zu bieten hat."

Stadtrat Berno Kleber sah das Problem nicht nur in Schulen. Sein Kollege Rainer Munzinger pflichtete ihm bei und meinte: "Wir müssen allen Bürgerinnen und Bürgern deutlich machen, dass das Burgmuseum etwas ganz Besonderes ist." Am Donnerstag, 21. März, wird das Thema in der Stadtratssitzung behandelt.

Stadtwappen ausgeborgt

Keine Probleme sah das Gremium darin, dass dem Touristikverband Parsberg-Lupburg die Verwendung des Stadtwappens in seinem Briefkopf erlaubt wird. Bürgermeister Bauer war der Meinung, dass der Touristikverband viele Aufgaben der Stadt übernimmt und im Sinn der Stadt ausführt.

Weiter ging es um einen Jugendleiterausweis (Juleika), der beim Kreisjugendring beantragt werden kann. Dazu sagte Bürgermeister Bauer: "Wir wollen mit ermäßigten Gebühren im Freibad, in der Bücherei und im Burgmuseum dazu beitragen, dass sich Jugendleiterinnen und Jugendleiter im Ehrenamt für Ausweis und Jugendleiter/in-Card interessieren." Dem stimmten die Ausschussmitglieder zu. Mit dem Ausweis kostet das Parsberger Freibad weniger, die Buchausleihe ist um 50 Prozent reduziert und das Burgmuseum ist umsonst.

Sorgen macht den Verantwortlichen der Stadt die Nutzung der Parkgarage an der Hohenfelser Straße. Dort gibt es Probleme mit unberechtigten Langzeitparkern und mit Auswüchsen bis hin zu Vandalismus. Die Verwaltung hat dazu in einer Parkhaus-Benutzungssatzung einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der vom Stadtrat in seiner nächsten Sitzung beschlossen werden soll. Dazu Bürgermeister Bauer: "Unser Ziel ist es, das Parken in der Tiefgarage auch künftig kostenfrei zu halten." 

WERNER STURM

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