Dienstag, 31.03.2020

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Bürger machen sich für Unterführung stark

Richtheimer und Loderbacher Bürger sind gegen einen Kreisverkehr nur mit Fußgängerfurt - 24.02.2020 12:10 Uhr

Noch ist es nur eine kleine Gruppe, die den Bau einer Unterführung an der Staatsstraße 2240 bei Richtheim mit einem Plakat einfordert. Bald werden an beiden Fahrbahnseiten aber große Tafeln aufgestellt. Ziel des Bürgerbegehrens ist eine behindertengerechte Fahrbahnunterführung. © Foto: Helmut Fügl


Am Wochenende wurde von Richtheimer und Loderbacher Bürger das verwirklicht, was zunächst vorerst nur angedacht war. Jetzt hat sich offiziell ein Bürgerbegehren "gegen einen Kreisverkehr, nur mit Fußgängerüberquerung – eventuell noch mit einer Ampelanlage an der Staatsstraße 2240" konstituiert.

Es geht um den Bereich des neuen Baugebietes "Richtheim-Straßfeld", einschließlich der Zufahrten Richtheim und Beckenhof. Das angestrebte Ziel, welches die Initiative mit legalen Mitteln verfolgt: natürlich auch ein Kreisverkehr, aber nur mit behindertengerechter Unterführung.

Die Sprecher Thomas Frauenknecht und Dino Pelzl: "Wir und die Mitbürger von Richtheim und Loderbach fordern eine Fahrbahnunterführung, so wie es schon bei Loderbach und sogar beim Blomenhof der Fall ist." Dort werde die großzügige Unterführung vorwiegend nur von Erholungssuchenden, Spaziergängern und Radfahrern in die angrenzenden Schwarzach-Auen genutzt. In Richtheim aber gebe es jeden Tag eine große Schülerbewegung, viele Fahrgäste wollen zu den Linienbussen nach Neumarkt; und es gebe ebenso viele Spaziergänger und Wanderer, welche vom Kanal kommen.

"Wir fordern Sicherheit für Schulkinder, Fußgänger, Behinderte und Radfahrer." Deutlich gemacht wird dies ab sofort mit Flugblätter und Informationen verschiedenster Art, die an Haushalte verteilt werden. Zusätzlich werden auf beiden Straßenseiten zwei große Hinweistafeln auf dieses Begehren aufmerksam machen. Die Genehmigung der zuständigen Behörden wurde eingeholt. "Unsere Initiative ist gesetzeskonform. Wir erfüllen auch locker die gesetzten Normen von zehn Prozent Befürwortern aus unseren Dörfern. Wir können jetzt schon über 600 Unterschriften und somit Unterstützer vorweisen."

Eine überraschende Antwort bekam man vom Staatlichen Bauamt Regensburg. "Die Gemeinde Berg hatte bisher allein die Federführung zur Erschließung des Baugebietes Richgheim-Straßfeld. Aus diesem Grund haben wir aktuell keinerlei Information über bereits stattgefundene Untersuchungen zu einer Unterführung."

Das Bauamt hat das Planungsamt der Gemeinde Berg um Übergabe der bisherigen Unterlagen gebeten. "Sobald wir mehr Informationen zu den Unterführungen haben, stehen wir sehr gerne für ein Gespräch zur Verfügung". Bürgermeister Helmut Himmler habe zwischenzeitlich das Staatliche Bauamt darüber informiert, dass der Bauzeitplan zur Erschließung des Baugebietes angepasst wurde. "Die Baumaßnahmen im Zuge der Staatsstraße 2240 wurde ins Jahr 2021 verschoben". Wann es überhaupt zu einem Dialog mit der Kommune kommt, ist ungewiss. Die geplante Gemeinderatssitzung am 27. Februar ist abgesagt, und am 15. März sind die Kommunalwahlen.

HELMUT FÜGL

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