Circus Sambesi sprengt in Neumarkt Rekorde

3.9.2017, 15:23 Uhr
„Euer Applaus ist unser Lohn“ – das ist das Motto der ehrenamtlich auftretenden Artisten im Circus Sambesi. 15 Nummern wurden den Neumarkter Zuschauern diesmal geboten.

„Euer Applaus ist unser Lohn“ – das ist das Motto der ehrenamtlich auftretenden Artisten im Circus Sambesi. 15 Nummern wurden den Neumarkter Zuschauern diesmal geboten. © Fotos: André De Geare

Es ist das Jubiläumsjahr des Circus Sambesi, der seit 1987 kostenlose Vorstellungen im eigenen Zirkuszelt gibt: Statt Eintrittsgeldern werden die Besucher um freiwillige Spenden gebeten, die an die Stiftung "Menschen für Menschen" gehen und dort Projekte in Äthiopien unterstützen.

Dutzende Artisten, die ohne Gage auftreten, waren dieses Jahr dabei. Nach erfolgreichen Shows in Lengenfeld und Freystadt war zum Tournee-Abschluss Neumarkt an der Reihe. Doch den Besucheransturm konnte der Circus heuer kaum bewältigen: "Schon um 14 Uhr war mir klar, das wird heute voll", schildert Brigitte Simbeck.

Ein Andrang wie nie zuvor

Weil eine falsche Terminankündigung kursierte, waren etliche Besucher schon um 13.30 statt 14.30 Uhr vor Ort. Um möglichst vielen Leuten gerecht zu werden, wurde dementsprechend jeder verfügbare Platz im Zelt gefüllt. Dennoch habe man einige Leute wegen Überfüllung abweisen müssen, seufzt Brigitte Simbeck.

Ob es am 30-jährigen Bestehen lag, dass so viele Besucher kamen? Laut den Verantwortlichen nicht; eher daran, dass es wegen des nur alle vier bis fünf Jahre stattfindenden Varietés (heuer am 9. September), für das auch schon alle Karten ausverkauft sind, nur drei reguläre Aufführungstage gab. "Mehr können wir einfach nicht leisten", beteuert auch Siegfried Bombik. Schließlich nähmen sich Künstler, Auf- und Abbauer und alle weiteren helfenden Hände des Circus für die Shows zum Teil extra Urlaub.

Das Publikum weiß dies zu schätzen, auch weil die Hobby-Künstler ein derart hohes Niveau haben, dass sie den Profis wie beispielsweise dem Jongleur-Weltmeister Thomas Dietz (Ehrengast am Samstag) in nichts nachstehen.

So hangelte sich beispielsweise Strapaten-Künstler Franky in luftiger Höhe durch das Zirkuszelt, Karl Nidermeyer gab – wieder einmal – den Fakir auf dem Nagelbrett "und den Kindern hat besonders der Affe gefallen, der Späße mit dem Clown gemacht hat", berichtet Brigitte Simbeck.

Natürlich war es kein echter Affe, sondern "eine zierliche Frau im Affenkostüm", wie Brigitte Simbeck erklärt: "Die Kinder haben bei der Nummer so laut gelacht, dass wir Erwachsenen uns echt die Ohren zuhalten mussten", erinnert sie sich mit einem Lächeln im Gesicht.

Nicht nur bei den Kindern kam die Nachmittags- und die Abendaufführung in Neumarkt sehr gut an. "Das zeigen Applaus und Spenden", meint Brigitte Simbeck: 8700 Euro plus eine Spende in Höhe von 1000 Euro von einem Geschäftsmann seien allein am Sonntag in Neumarkt zusammengekommen – eine neue Rekordsumme.

Wer sich selbst einmal vom Circus Sambesi und seinen Artisten überzeugen will, muss sich bis 2018 gedulden. Die Termine werden alsbald möglich wieder bekannt geben.

 

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