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Samstag, 25.01.2020

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Deining: Scherer wurde es schwer ums Herz

Der Bürgermeister leitete zum letzten Mal die Weihnachtssitzung des Gemeinderats - 12.12.2019 09:32 Uhr

Festsitzung im Rathaus: Bürgermeister Alois Scherer (2.v.l.) sowie seine Vertreter Peter Meier (links) und Peter Hollweck (rechts) zeichneten den erfolgreichen Fingerhakler Florian Nutz (2.v.r) aus. Das Duo „Klanghoch 2“ sorgte für die musikalische Umrahmung. © Foto: Werner Sturm


"Deining kann mit Stolz auf einen herausragenden Sportler blicken." Mit diesen Worten begrüßte Scherer den Fingerhakler Florian Nutz im Sitzungssaal des Rathauses, überreichte ihm eine Ehrenurkunde, ein Weingeschenk sowie einen Essensgutschein und wünscht dem Oberbuchfelder weiterhin alles Gute und viel Freude bei der Ausübung seines Sports.

Hakler aus zehn Gauen

Nutz ist Vorstandsmitglied beim im Jahr 1978 gegründeten 1. Oberpfälzer Fingerhaklerverein in Reichertshofen. Er belegte bei der Alpenländischen Meisterschaft im Fingerhakeln in Mittenwald im Schwergewicht den sechsten Platz. Insgesamt nahmen 152 Hakler aus zehn Gauen an der Meisterschaft teil.

Der Landkreis Neumarkt überreichte Nutz im März dieses Jahres eine Bronzemedaille. Bürgermeister Scherer sagte jetzt in seiner Laudatio: "Nur mit viel Fleiß, Engagement, Ausdauer und Disziplin können solch große Erfolge erzielt werden. Oberbuchfeld kann sehr stolz auf Florian Nutz sein. Seine Leistung verdient die öffentliche Anerkennung im Rahmen unserer alljährlichen Sportlerehrung." Das Duo "Klanghoch 2" – das sind Andrea Schirmer und Stefani Feichtmeier – sang, begleitet von Gitarrenmusik, stimmungsvolle Weihnachtslieder.

Viele Projekte am Laufen

Zum letzten Mal als amtierender Bürgermeister stand Alois Scherer am Rednerpult – man merkte ihm deutlich an, wie sehr ihn das bewegte. Anstatt eines umfangreichen Jahresrückblicks nannte er einige Projekte und Maßnahmen, die 2019 umgesetzt werden konnten: der Radwegebau von Siegenhofen zur Kräfft, die Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterbuchfeld, die Erneuerung der Wasserleitungen in Siegenhofen, Oberbuchfeld und Unterbuchfeld, die Erschließung des Bauabschnittes 17 im Baugebiet am Oberbuchfelder.

Der Bürgermeister erwähnte aber auch die Erschließung von weiterem Gewerbebauland im Gewerbepark Deining, die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Josef, die Sanierung und Erweiterung des gemeindlichen Bauhofes, die Erweiterung des Rathauses, die Umsetzung der Dorferneuerungsmaßnahme in Großalfalterbach und den Kernwegenetz-Ausbau in Klein- und Großalfalterbach.

Positive Einwohnerentwicklung

Scherer sprach die positive Einwohnerentwicklung auf aktuell 4890 Personen an und resümierte: "In zehn Arbeitssitzungen haben wir 77 Bauplänen das gemeindliche Einvernehmen erteilt und 54 notarielle Urkunden behandelt. Die genannten Projekte, die in unserer Gemeinde erfolgreich umgesetzt und zum Teil im neuen Jahr abgeschlossen werden können, tragen sicherlich maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität für unsere Bürgerinnen und Bürger bei."

Projekte für das kommende Jahr seien unter anderem die Erweiterung der Kläranlage, der Neubau einer Kindertagesstätte mit Sozialwohnungen und die Ausweisung eines Wohnbaugebietes in Oberbuchfeld.

Der Dank des Bürgermeister galt all denen, "die im Stillen und Verborgenen ungemein viel für das Funktionieren des Gemeinwesens in der Gemeinde beitragen", den Mitarbeitern der Gemeinde, dem Gemeinderatsgremium, seinen Vertretern Peter Meier und Peter Hollweck und nicht zuletzt den Partnerinnen und Partnern. Dann sagte Scherer: "Dies ist nun meine letzte Festsitzung als 1. Bürgermeister der Gemeinde Deining. Ich möchte heute hier allen Anwesenden danken, die in den vergangenen 24 Jahren gemeinsam mit mir die Gemeinde ein Stück weit nach vorne gebracht und unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern mehr Lebensqualität geschenkt und ermöglicht haben. Ich persönlich möchte keinen einzelnen Tag davon missen, nur die eine oder andere Stunde."

Scherer wünschte sich für die restliche Zeit der Legislaturperiode eine weiterhin gute Zusammenarbeit und einen fairen Wahlkampf, der es auch nach dem 15. März 2020 noch ermögliche, gedeihlich zum Wohle aller zusammenzuarbeiten.

Besuch vom Christkind

Im Wirtshaus duftete es nach Sauerbraten, und das Christkind begrüßte die Gesellschaft zur Weihnachtsfeier mit den Worten: "Ob ihr in Gedanken seid schwarz, rot oder frei, heute gilt das Einerlei. Seht mich an in meinem Kleid, das Beste, so soll auch sein eure Weste. Nach vielen Sitzungen, Rückblicken und sonstigen Reden, sollt ihr heute Weihnachten leben." Das taten denn auch alle bei einem gemeinsamen Abendessen.

WERNER STURM

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