Sonntag, 15.12.2019

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Dorfladen in Deusmauer hat eigene Währung

Mit dem „Moortaler“ lassen sich die Einkäufe bezahlen — Ein Exemplar an Bürgermeister Kraus überreicht - 16.12.2012 07:00 Uhr

Jürgen Huber (r.) und Birgit Lutter (2.v.r.) überreichten Bürgermeister Bernhard Kraus einen Moortaler mit Urkunde. Antje Huber (l.) zeigt das Logo des Dorfladens. © nas


Birgit Lutter, die Beiratsvorsitzende der Unternehmergesellschaft (UG) „Dorfladen Deusmauer“ und Geschäftsführerin Antje Huber stellten den „Moortaler“ bei einer Informationsveranstaltung in Deusmauer der Öffentlichkeit vor und überreichten ein Exemplar samt Urkunde an Bürgermeister Bernhard Kraus.

Die Münze geht zurück auf eine Idee von Dorfladenberater Wolfgang Gröll und ist Sammlerstück sowie Zahlungsmittel zugleich. 1000 Stück vom „Moortaler“ haben die Verantwortlichen der Unternehmergesellschaft für 1,60 Euro je Stück prägen lassen. Er kann für 20 Euro samt einer Urkunde erworben werden. Der Taler wird im künftigen Dorfladen als Zahlungsmittel angenommen und berechtigt zum Wareneinkauf im Gegenwert von 20 Euro.

Wie Birgit Lutter und Antje Huber erklärten, verspreche man sich vom „Moortaler“ einen positiven Anschub des Dorfladens und eine finanzielle Entlastung bei den Investitionskosten. Sie stellten auch das neue und offizielle Logo des Dorfladens vor, das unter anderem auf der Rückseite des „Moortalers“ zu sehen ist. Darunter zu lesen ist die Gültigkeitsdauer des Talers: 2012 bis 2015. Die Vorderseite der Münze enthält die Prägung „Wertgutschein 20 Moortaler“.

Der „Moortaler“ mit der Prägenummer 0001 soll bei der Eröffnung des Dorfladens im kommenden Jahr versteigert werden. Ansonsten kann man den Moortaler zum Beispiel am Stand der UG beim Weihnachtsmarkt in Velburg an diesem Wochenende kaufen.

Bürgermeister Kraus zeigte sich angetan vom Pilotprojekt einer Dorfladenwährung. „Ich bin begeistert von eurer Begeisterung“, sagte er und erklärte, dass der „Moortaler“ demnächst auch im Rathaus gekauft werden könne.

Jürgen Huber erklärte den vielen Zuhörern beim „Alten Wirt“, dass sich nach eher verhaltenem Beginn jetzt immer mehr Helfer an den Samstagen bei der Baustelle am alten Schulhaus einfänden. Zuletzt seien es 15 gewesen. Bisher seien Putz und störende Mauern entfernt, der Fehlboden abgerissen und eine Holzwurmbekämpfung des Dachstuhls durchgeführt worden. Huber erklärte, dass man mit Eigenleistungen die Baukosten von rund 125000 Euro auf etwa 90000 Euro verringern wolle. „3500 ehrenamtliche Stunden sind geplant.“ Zu den 90000 Euro für das Gebäude kommen laut Huber noch 30000 Euro für die Außenanlagen und die Kosten der Inneneinrichtung. Abzüglich des Zuschusses aus der Städtebauförderung werde die Unternehmensgesellschaft gut 50000 Euro in den Laden investieren müssen, meinte er.

Ausdrücklichen Dank richteten Birgit Lutter und Antje Huber an die Stadt Velburg, die das alte Schulhaus 25 Jahre lang mietfrei zur Verfügung stellt. Das letzte Wort hatte der Bürgermeister und der stellte fest: „Der Dorfladen hat sehr gute Zukunftsaussichten und der Moortaler ist ein Zeichen der Sympathie.“

nas

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