Freitag, 05.03.2021

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Eisige Temperaturen: Mit dem Auto in die Waschstraße?

Der ADAC Nordbayern hat Tipps für Fahrzeugführer zum richtigen Verhalten bei Kälte und Schneefall - 18.01.2021 09:13 Uhr

Jetzt ist wieder Kratzen angesagt für alle, die ihr Auto für mehrere Stunden oder gar über Nacht draußen stehen lassen müssen. Bei hohen Minusgraden können die Scheiben auch von innen gefrieren. Laut ADAC kann man das vermeiden, wenn man vor dem Verlassen des Fahrzeugs noch einmal kurz durchzulüftet.

17.01.2021 © Foto: Michael Matejka


Grundsätzlich kann man auch im Winter sein Auto problemlos waschen. Häufigeres Reinigen hat im Winter sogar den Vorteil, dass das Fahrzeug dank Lichtreflexionen besser zu erkennen ist. Bei der Wahl des Waschprogramms in einer SB-Waschanlage oder Waschstraße gilt: Unbedingt eine Vorwäsche durchführen, um das Fahrzeug zunächst von groben Schmutzpartikeln zu befreien.

Lack schon vorgeschädigt?

Ein Mythos ist es allerdings, dass ohne regelmäßiges Waschen im Winter Lackschäden durch Streusalz am Fahrzeug entstehen. "Die korrosionsfördernde Wirkung des Salzes ist nur dann gegeben, wenn der Lack am Auto bereits vorgeschädigt ist. In der Regel sind die Bleche durch Versiegelungen bereits ausreichend geschützt", erklärt Wolfgang Lieberth, Verkehrsexperte vom ADAC Nordbayern.

Auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius stellt die Autowäsche kein Problem dar. Man sollte jedoch darauf achten, dass man nach dem Waschvorgang die Gummidichtungen an Türen und Kofferraum mit einem Tuch trockenwischt. "Gefrierende Nässe kann schnell bei sehr hohen Minusgraden zu Schäden am Fahrzeug führen", so Lieberth weiter.

Wärmeschock droht?

Auf die Fahrt durch die Waschstraße verzichten sollte man bei Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius aber doch lieber. Hintergrund ist der Wärmeschock, der zu Beschädigungen an Lack oder Gummi- und Kunststoffteilen führen kann, wenn warmes Wasser aus der Waschanlage auf das kalte Fahrzeug trifft.

Für eine klare Durchsicht im Winter spielt die Scheibenwischanlage eine entscheidende Rolle. Der ADAC Nordbayern empfiehlt daher, vor allem im Winter den Flüssigkeitsstand regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls den Frostschutz auch nach Verdünnung auf mindestens minus 25 Grad Celsius zu erhöhen, um zugefrorene Leitungen und Düsen in der Scheibenwischanlage zu verhindern.

Kurz durchlüften

Hin und wieder können bei hohen Minusgraden die Scheiben im Auto auch von innen gefrieren. Dies liegt meist an im Fahrzeug verbliebener, feuchtwarmer Luft nach der letzten Autofahrt oder an feuchten Fußmatten.

Um dem entgegenzuwirken, hilft es, vor dem Verlassen des Fahrzeugs noch einmal kurz durchzulüften und die Fußmatten auszuschütteln oder im Winter direkt durch Gummimatten zu ersetzen. Außerdem sollte man entstandene Feuchtigkeit an Armatur oder Frontscheibe mit einem Tuch trockenwischen.

Geschwindigkeit reduzieren

Die niedrigen Temperaturen und winterlichen Straßenbedingungen sind aber nicht nur für das Fahrzeug eine zusätzliche Herausforderung, sondern auch für die Fahrer. Blitzeis und Glätte sind höchst gefährlich. Die wichtigste Regel im Winter lautet daher: Geschwindigkeit reduzieren und mehr Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten.

Zudem sollten bei glatter Fahrbahn hektische Lenkbewegungen vermieden werden. Kommt das Auto doch ins Rutschen, unbedingt auskuppeln, bremsen und behutsam gegenlenken. Erst wenn das Fahrzeug dennoch nicht reagiert, eine Vollbremsung durchführen.

Ruhepause für den Untersatz

Darüber hinaus sollte das Auto, wenn aus beruflichen Gründen nicht zwingend notwendig, bei überfrierender Nässe und Blitzeis lieber stehen gelassen werden. Dies gilt auch generell im Corona-Lockdown und den geltenden Bewegungseinschränkungen: Auf nicht notwendige Fahrten wenn möglich verzichten.

Weitere Informationen unter www.adac.de/nordbayern

nn

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