Auszeichnung für langjährigen Geschäftsführer

Gartenbauverband Neumarkt: Goldene Rose für Werner Thumann

10.10.2021, 14:24 Uhr
Die Geehrten von links: Silke Nißlbeck vom OGV Postbauer-Heng, Kreisgeschäftsführer Werner Thumann, Thersia Guttenberger vom OGV Prönsdorf.

Die Geehrten von links: Silke Nißlbeck vom OGV Postbauer-Heng, Kreisgeschäftsführer Werner Thumann, Thersia Guttenberger vom OGV Prönsdorf. © Siegfried Mandel, NNZ

Mit der höchsten Auszeichnung des Landesverbandes, der Goldenen Rose, überreicht von Landrat Willibald Gailler, hat der Landesverband für Gartenbau und Landespflege die jahrelange Arbeit von Kreisgeschäftsführer Werner Thumann gewürdigt. Wie Gailler, der zugleich auch der Vorsitzende des Verbands ist, in seiner Laudatio erklärte, etablierte Thumann zukunftsweisende Formen der Gartenkultur, der Landschaftspflege, der Regionalentwicklung und der Umweltbildung im Landkreis.

Thumann ist seit 1995 als Geschäftsführer tätig. Er engagierte sich vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit in den 113 Gartenbauvereinen, sodass derzeit junge Menschen in 47 Gruppen die Nähe zur Natur finden. Zudem schuf er wesentliche Grundlagen für die funktionierende Umweltbildung im Landkreis. In der seiner Zeit als Geschäftsführer wurden zahlreiche Anregungen und Ideen umgesetzt. Beispielhaft sind hier das Juradistl-Projekt mit einer Vielfalt unterschiedlicher Produkte und das Regionalentwicklungszentrum „Haus am Habsberg“.

„Ohne erhobenen Zeigefinger sensibilisiert Werner Thumann für einen nachhaltigen Lebensstil und zeigt, dass dieser keinesfalls durch Verzicht, sondern im Gegenteilt durch Genuss und Freude geprägt ist. Sein Ziel ist es, das Bewusstsein regionaler und naturbelassener Lebensmittel in regionalen Wirtschaftskreisläufen zu schaffen“ unterstreicht Gailler seine Ausführungen.

 Die ersten Preisträger des Vorgarten- und Blumenschmuckwettbewerbs 2021.

 Die ersten Preisträger des Vorgarten- und Blumenschmuckwettbewerbs 2021. © Siegfried Mandel, NNZ

Auch die Vorsitzenden Silke Nießlbeck vom OGV Heng und Theresia Guttenberger vom OGV Prönsdorf wurden geehrt. Mit der Goldenen Ehrennadel wurde Nießlbeck für ihre Verdienste um den Obst- und Gartenbauverein ausgezeichnet. Besonderen Wert legt sie auf die Jugendarbeit, „denn die Jugend bildet den Grundstock eines erfolgreichen Obst- und Gartenbauvereins und wird so bereits in jungen Jahren an die Natur und Heimat herangeführt".

Die Oberpfalzmedaille bekam Theresia Guttenberger für ihr langjähriges Engagement in Prönsdorf. Als Vorstand prägte sie den OGV maßgeblich innerhalb der vergangenen 26 Jahre. „Die engagierte Vorsitzende stellt regelmäßig ein Kurs- und Vortragsangebot für Alt und Jung zusammen, organisiert zahlreiche Vereinsflüge und ermöglichte unter anderm das Aufstellen von 20 Ruhebänken im Gemeindegebiert Prönsdorf“, so Gailler.

Bei einem bebilderten Rückblick über den Blick in zahlreiche Gärten des Landkreises erläuterte die Kreisfachberaterin Susanne Flach-Wittmann die Wichtigkeit der unterschiedlichen Bepflanzungen an und vor den Häusern. „Es sollten die sogenannten Steingärten den vermeintlich unordentlichen Bepflanzungen wieder weichen, um den Insekten wieder eine entsprechende Lebensgrundlage zu geben.“

Bei einer Fahrt durch den Landkreis wurden zahlreiche Gärten und Höfe entsprechend ihrer Artenvielfalt im Bereich unterschiedlichster Gestaltung und Bepflanzung bewertet: Blühflächen als Pollenspender, Artenreichtum der Pflanzen sowie ein stimmiger Gesamteindruck Bewertungskriterien. Die Besitzer der mit den meisten Punkten bewerteten Grundstücke wurden mit einem Preis bedacht. 20 erhielten nahezu die Höchstpunktzahl und belegten den ersten Platz.

Angelika Herrmann, zweite Bürgermeisterin des Markts Postbauer-Heng, ging auf die kulturelle Vielfalt in der Gemeinde ein. Besonders in der Zeit der Pandemie hätten viele Menschen wieder vermehrt den Zugang zur Natur und zum Anbau von Obst, Gemüse und Pflanzen gefunden - nicht nur im Garten, sondern auch auf Balkonen. „Die Hinwendung zu eigenen oder zumindest regionalen und saisonalen Produkten scheint sich dauerhaft zu etablieren.“

Seitens der Gemeinde bekommen Brautpaare bei der Eheschließung und Eheleute bei der Geburt eines Kindes einen Obstbaum geschenkt, den sie entweder im eigenen Garten oder auf einer von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Fläche pflanzen können. „Damit soll das Bewusstsein zum eigenen Produkt und die Hinführung der Kinder an die Natur erreicht werden“, so Herrmann.

Kreisverbandsvorsitzender Willibald Gailler pries die Arbeit der Gartenbauvereine, die zur Bereicherung der Artenvielfalt beitragen und aktiv an der Verschönerung des Landkreises mitwirkten. Der Landrat gab zudem einen Einblick in die vielfachen Angebote im Umweltbildungszentrum am Habsberg und ging auf die wertvolle Renaturierung in verschiedenen Bereichen des Landkreises ein. Die 160 Landschaftspflegemaßnahmen seien seit 25 Jahren wichtiger Bestandteil der Natur- und Umweltmaßnahmen.

Als wichtig sah Gailler auch die regionale Vermarktung an, die seit Beginn der Pandemie zugenommen habe: „Die Menschen schätzen die Regionalität.“ Als zentralen Punkt sprach der Landkreischef nochmals den Vorgartenwettbewerb an, an dem 72 Teilnehmer aus 24 Vereinen teilgenommen hatten, sowie die steigende Mitgliederzahl der einzelnen Gartenbauvereine.

Zwischenzeitlich beträgt die Mitgliederzahl 14.582 in 113 OGVs. Musikalisch umrahmten die Saxophonist/innen „Sax in the City“ unter der Leitung von Dominik Konrad aus Postbauer-Heng die Abschlussfeier in der herbstlich dekorierten Turnhalle.

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