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Heimtückischen Seilspanner: Berchinger wegen Mordversuchs vor Gericht

54-Jähriger Radler geriet in die Falle und verletzte sich schwer - 05.12.2017 06:02 Uhr

Von dieser Trommel mit Rettungsring zog der Angeklagte seinerzeit die Schnur quer über dem Radweg – mit üblen Folgen für einen Radler.

04.12.2017 © Foto: Müller


Am 20. Mai 2017, gegen 2 Uhr morgens, davon geht die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth aus, spannte der 22-Jährige auf einem Weg entlang des Main-Donau-Kanals in Berching einen Strick – das schwarze Nylon-Seil hatte er aus dem Kasten geholt, in dem ein Rettungsring aufbewahrt wird.

Gut sechseinhalb Meter misst der Weg, das Seil zerrte er quer über die Straße. Trifft die Anklage zu, wollte der junge Mann den nächsten Radfahrer vom Fahrrad holen – ein heimtückisch geschmiedeter Plan, laut Anklage ein Mordversuch.

Das Seil war in Kopfhöhe gespannt, gegen 8.10 Uhr wurde es einem 54-Jährigen zum Verhängnis. Ungebremst blieb er mit dem Hals im Seil hängen, stürzte vom Rad. Er zog sich eine innere Blutung des Kehlkopfes zu, brach sich den sechsten Halswirbel, Prellungen und eine Kopfplatzwunde kamen hinzu. Er soll bis heute unter den Verletzungen leiden. Heute muss der Mann, der ihm das angetan haben soll, vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth Platz nehmen.

lu

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